3sat zeigt „makro“-Dokumentation „Massenware Fisch – Siegeszug der Fischfarmen“

Mainz (ots) –

Dienstag, 24. August 2021, 22.25 Uhr
Erstausstrahlung

Weltweit steigt der Konsum von Fisch. Doch Meeresfische werden immer knapper. Und so stammt der Fisch immer häufiger aus der Zucht als aus natürlichen Vorkommen. Die „makro“-Dokumentation „Massenware Fisch – Siegeszug der Fischfarmen“ von Hervé Corbière blickt am Dienstag, 24. August 2021, um 22.25 Uhr auf den europäischen Fischzuchtmarkt sowie auf einen chinesischen Großzuchtbetrieb. Der Film zeigt, welche Probleme für die Umwelt bei der Zucht entstehen.

In Europa spielt Nachhaltigkeit in der Fischzucht eine zunehmend große Rolle. Die europäischen Zuchtbetriebe versuchen, sich vor allem mit hochwertigem Fisch auf dem Markt zu behaupten. Ob Forellen aus dem französischen Banca-Tal oder Adlerfisch aus Korsika – Zuchtfische werden nach Vorgaben von europäischen Qualitätssiegeln wie dem Label Rouge gezüchtet. Das heißt, die Züchter setzen auf artgerechte Haltung, hochwertiges Futter und Gesundheitskontrollen.

Im Gegensatz dazu produzieren Großzuchtbetriebe wie die Qinfu-Gruppe auf der chinesischen Hainan-Insel für den Massenmarkt, denn in China ist Zuchtfisch schon länger ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Die chinesischen Großzüchter arbeiten unter anderem mit einer chemischen Hormonbehandlung und industriellem Futter, um möglichst viele Fische mit großem Gewicht zu züchten. Umweltschützer mahnen, dass verunreinigtes Wasser aus den Zuchtbetrieben ins Meer gelangt. Zudem verschlingt die Massenzucht auch große Mengen an Wildfischen, die ihrerseits zu Futtermittel für Zuchtfische verarbeitet werden.

Ein Weg aus diesem Dilemma könnten Futtermittel aus gezüchteten Insekten sein. Das französische Start-up Ÿnsect produziert bereits in großem Maßstab gehaltvolles Futtermittel für Zuchtfische. Auch die Aquaponik, die Pflanzen- und Fischzucht kombiniert, stellt eine ökologische Alternative zu bisherigen Zuchtverfahren da. Das Beispiel des Roten Thuns, der an den spanischen Atlantikküsten lange als überfischt galt und vom Aussterben bedroht war, zeigt, dass eine nachhaltige Fischzucht möglich ist. Er wird artgerecht auf dem Meer gezüchtet, sodass sich die wilden Bestände erholen können.

Ansprechpartnerin: Maja Tripkovic, Telefon: 06131 – 70-15952;
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Quelle: ots

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