ARD Crime Time: „Sie mussten sterben“

Baden-Baden (ots) –

Vierteilige Reihe zum Thema Femizid / Folge 1 am 18. November um 21:45 Uhr im Ersten / Alle Folgen ab 18. November, 6 Uhr in der ARD Mediathek

Jeden dritten Tag wird in Deutschland eine Frau von ihrem (Ex-)Partner getötet. Viele dieser Morde werden heute Femiziden zugeordnet. Dies ist kein juristischer Terminus, aber einer, der deutlich macht, dass es sich um geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen handelt und nicht etwa um Beziehungsdramen. Die Motive für Femizide sind Kontrolle, Macht und Besitzansprüche der Täter. In der vierteiligen Reihe „Sie mussten sterben“ gehen die Regisseurinnen Nicola Graef und Lena Scheidgen vier ganz unterschiedlichen Fällen nach. Folge 1 wird im Vorfeld des „Internationalen Tags zur Beseitigung der Gewalt an Frauen“ (25. November) am 18. November im Ersten gezeigt, bereits ab 6 Uhr desselben Tags sind alle vier Folgen für ein Jahr in der ARD Mediathek abrufbar.

Ein gesamtgesellschaftliches Phänomen

Vier ermordete Frauen, vier Städte, vier verschiedene Lebenssituationen: Die Reihe zeigt, dass das Phänomen in allen gesellschaftlichen Schichten stattfindet. Die Filme beleuchten das Thema Femizid aus vielfältigen Blickwinkeln durch die Beteiligten: Ermittler:innen, Staatsanwält:innen, Familienangehörige, Freund:innen. Den Filmemacher:innen war es wichtig, die Lebensgeschichten der Frauen zu erzählen und nicht die Täterperspektive einzunehmen. Wie konnte es zur Tat kommen? Hätte sie verhindert werden können?

Folge 1: Katja

In Eberswalde trennt sich Katja, eine Frau mit drei Kindern, weil sie es nicht mehr ertragen kann, dass ihr Mann sich nicht um die Familie kümmert und sein Leben ausschließlich nach seinen Bedürfnissen ausrichtet. Ihr Ex-Mann tötet sie und versucht über Wochen, die Tat zu vertuschen.

Folge 2: Jeanny

In München tötet ein Architekt seine ehemalige Lebensgefährtin Jeanny, nachdem er sie jahrelang gestalkt hatte. Die Tat begeht er kurz vor einem neuen Gerichtsprozess gegen ihn. Er flieht und wird erst nach Monaten in Spanien verhaftet.

Folge 3: Christin

In Rostock ersticht ein Mann seine junge Frau, Christin, weil sie ihn nach dessen jahrelanger Untätigkeit nicht mehr versorgen möchte. Sie hatte sich beruflich aus dem sozial schwachen Milieu befreit und wollte ein neues, beruflich erfolgreiches Leben mit einem neuen Partner beginnen. Der Täter stellt sich selbst.

Folge 4: Mine

In Duisburg bricht Mine, eine junge, unabhängige Frau mit afghanischen Wurzeln aus ihrer Ehe aus. Sie möchte ein neues Leben beginnen. Ihr Ehemann kann das nicht akzeptieren, erwürgt sie daraufhin und vergräbt ihre Leiche im Wald.

Produktion

„Sie mussten sterben“ ist eine Produktion von Lona – media im Auftrag von SWR und NDR.

Folge 1 ist voraussichtlich ab 1. November für akkreditierte Journalist:innen im Vorführraum der ARD zu sehen.

Weitere Informationen unter:

http://swr.li/ard-crime-time-sie-mussten-sterben

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Quelle: ots

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