ARTE-Schwerpunkt zu Aufstieg und Terror der Nationalsozialisten vor 90 Jahren

Strasbourg (ots) –

– Vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt, zwölf Jahre später liegt Europa in Trümmern.
– ARTE zeigt ab Dienstag, den 24. Januar 2023, den umfangreichen Programmschwerpunkt „Vor 90 Jahren: Aufstieg und Terror der Nationalsozialisten“.
– Den Auftakt bildet der Zweiteiler „Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt“ von Volker Heise.

Vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Damit setzten nicht nur Unterdrückung und Gewalt, sondern auch eine Radikalisierung der deutschen Bevölkerung ein, die dazu führte, dass Menschen aus der bürgerlichen Gesellschaft ausgegrenzt und schließlich massenhaft ermordet wurden. ARTE zeigt ab Dienstag, den 24. Januar, den umfangreichen Programmschwerpunkt „Vor 90 Jahren: Aufstieg und Terror der Nationalsozialisten“.

Vor 90 Jahren, am 30. Januar 1933, wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Berlin ist eine der modernsten Städte der Welt. Zwölf Monate später ist von der Vitalität nichts geblieben, die Stadt hat sich einer Partei und einem „Führer“ unterworfen. Der Zweiteiler „Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt“ (von Volker Heise, RBB/ARTE, zero one film, Deutschland 2022, 2×90 Min.) am Dienstag, 24. Januar, zur Primetime vom schicksalhaften Jahr 1933. Tagebücher, Briefe, Fotos und Bewegtbilder von Menschen unterschiedlichster Milieus verdichten sich zu einem eindringlichen Panorama der Hauptstadt. Im Anschluss zeigt eine Folge der Reihe „Frauen, die Geschichte machten“ (von Christian Twente und Michael Löseke, ZDF/ARTE, Gruppe 5 Filmproduktion, Deutschland 2013, 51 Min.) ein Porträt der unbeugsamen Studentin Sophie Scholl, die bereit war, für ihre Überzeugung zu sterben.

Ab 1939 überzog das nationalsozialistische Deutschland die Welt mit Krieg und Massenmord. Zu denen, die trotz des zunehmenden Terrors Widerstand leisteten und Juden zur Flucht verhalfen, gehörte die europaweit vernetzte „Rote Kapelle“. Carl-Ludwig Rettinger erzählt im Zweiteiler „Geheimsache Rote Kapelle“ (von Carl-Ludwig Rettinger und Lorenz Findeisen, RBB/ARTE/RTBF, Lichtblick Film/Iota Production/Vice Versa Films, Deutschland 2018, 2×90 Min.) am Mittwoch, 25. Januar, ab 23 Uhr deren dramatische Geschichte mit Spielfilmausschnitten und Aussagen von Nachfahren und Historikern neu. Im Anschluss zeigt die Dokumentation „Die Guten Feinde“ (von Christian Weisenborn, ZDF/ARTE, Kick Film, Deutschland 2016, 90 Min.) die Geschichte der Widerstandsgruppe am Beispiel von Günther Weisenborn. „Nürnberg und seine Lehre“ (von Jean-Christophe Klotz, ARTE France, Zadig Productions, Frankreich 2019, 58 Min.) fragt nach der Rolle, die das Fotomaterial der Nazi-Gräueltaten in den Nürnberger Prozessen? Eine Doku über die Kraft der Bilder und den Umgang mit ihnen.

Die Vernichtungslager der Nazis waren Orte unfassbarer Grausamkeit. Doch selbst hier fand Schöpfung statt: Schöpfung als Überlebensmittel gegen Zerstörung, Kunst gegen die Entmenschlichung. „Kunst aus dem Todeslager“ (von Manfred Van Eijk, MDR/ORF/CT/ARTE, Sarphati Media Producties, Niederlande 2023, 52 Min.) macht sich am Sonntag, 29. Januar, um 16.45 Uhr auf die Suche nach den Kunstwerken und ihren Schöpfern.

Am 27. Januar 1945 befreite schließlich die Rote Armee das deutsche Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Bis heute gilt der Ort als Synonym für das Massentöten des NS-Regimes. Am Dienstag, 31. Januar, zeigt der Film „Ein Tag in Auschwitz“ (von Winfried Laasch und Friedrich Scherer, ZDF, Deutschland 2020, 89 Min.) zur Primetime aus Sicht von Opfern und Tätern, wie der Massenmord an einem „typischen“ Tag seinen Lauf nahm. Der Dokumentarfilm „Frauen der NS-Zeit“ (von Christiane Ratiney, ARTE France, Hauteville Productions, Frankreich 2022, 92 Min.) offenbart eine weitgehend unbeleuchtete Seite des Zweiten Weltkriegs: Frauen als Mittäterinnen der Nazi-Verbrechen. Im Anschluss schildern in „Medizinversuche in Auschwitz“ (von Sonya Winterberg und Sylvia Nagel, ZDF/ARTE, Medienkontor Winterberg & Nagel/Saxonia/Cinephil, Deutschland 2019, 52 Min.) letzte Überlebende ihr unvorstellbares Leiden – aber auch, wie manche das Glück hatten, doch noch Kinder zu bekommen. Die Dokumentation „Die geheimen Depots von Buchenwald“ (von Peter-Hugo Scholz, Lutz Pehnert und Ute Gebhardt, MDR/ARTE, In One Media, Deutschland 2020, 52 Min.) geht zum Abschluss des Schwerpunkts der Frage nach, ob im Steinbruch des ehemaligen Konzentrationslagers, in dem Angehörige der US-Armee im April 1945 zwei geheime Bunker gefüllt mit Tonnen von Raubgut entdeckten, noch mehr Raubgut lagert? Im Oktober 2019 begann im Steinbruch eine Grabung.

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Quelle: ots

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