„Das große Geschäft machen gerade nicht die traditionellen Anbieter“, sagt Microsoft-Manager Holger Meinzer in der KI-Ausgabe des journalists

Bonn (ots) –

Microsoft-Manager Holger Meinzer ermutigt traditionelle Medien, Technologien wie Sprachassistenten und Künstliche Intelligenz einzusetzen. Nur so werden sie zukunftsfähig, sagt Meinzer, der vor 20 Jahren selbst beim Radio gearbeitet hat und immer noch leidenschaftlich darauf blickt. Das lineare Programm werde zwar weiter bestehen, aber nicht mehr zwingend dominieren. „Die gute Nachricht ist: Im Audio-Markt steckt ein immenses Wachstum“, sagt Meinzer im Interview mit dem Magazin journalist. „Und die schlechte: Das große Geschäft machen gerade nicht die traditionellen Anbieter.“

Holger Meinzer betont, wie wichtig ein neues Verhältnis zwischen Inhaltemachern und Technologiekonzernen ist. Dass die Zahl der Print-Zeitungsjournalisten sinkt, liege nicht daran, dass alle Texte von einer KI geschrieben würden, sagt Meinzer, der sich bei Microsoft um Partnerschaften mit Medien und Telekommunikationsanbietern kümmert. „Die Ursache ist vielmehr, dass die Mediennutzung immer stärker auf Digitalplattformen von Dritten stattfindet, während die Menschen immer seltener eine Zeitung kaufen oder lineares Fernsehen nutzen. Und die eigenen digitalen Kanäle der Medien wachsen zwar, sie können aber meistens die Rückgänge im Kerngeschäft nicht kompensieren.“

Journalistinnen und Journalisten sollten daher Berührungsängste gegenüber Zukunftstechnologien ablegen und deren Chancen erkennen, sagt der Microsoft-Manager. Als Beispiel nennt er unter anderem mit Hilfe Künstlicher Intelligenz synthetisierte Stimmen: „Wenn man Verkehrsnachrichten auch nachts um vier von einer vertrauten Stimme vorgelesen bekommt, ist das definitiv ein Mehrwert – für die Hörerinnen, aber auch für die Moderatorin, die eben nicht ihr Leben nachts im Sender verbringen muss.“ Bei den erfolgreichen Modellen von morgen gehe es um das Zusammenspiel von Inhalten mit Daten und Technologien, so Meinzer im journalist-Interview. „Das ist der heilige Gral der Branche: Wie kann ich am besten erkennen, was die Menschen in ihren individuellen Situationen gerade jetzt interessiert?“ Nicht die Masse an Inhalten sei entscheidend, sondern ihre personalisierte Ausspielung. „Dadurch entsteht Relevanz.“

Das komplette Interview mit Microsoft-Manager Holger Meinzer lesen Sie in der KI-Ausgabe des journalists und auf www.journalist.de. Der journalist ist mit einer Druckauflage von 30.000 Exemplaren (IVW) das größte und wichtigste Magazin für Journalist*innen in Deutschland. Herausgeber ist der Deutsche Journalisten-Verband, Verlag: Journalismus3000 GmbH.

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Matthias Daniel
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Quelle: ots

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