Das ZDF trauert um Hans Janke / Intendant Norbert Himmler: „Hans Janke war ein Garant für höchste Filmqualität im ZDF“

Mainz (ots) –

Ein großer Meister fiktionaler Fernsehprogramme ist tot. Hans Janke starb am Dienstag, 19. April 2022, im Alter von 77 Jahren in Wiesbaden. Der Erfinder des „Fernsehfilms der Woche“ hinterlässt als langjähriger ZDF-Fernsehfilmchef ein großartiges Erbe an einzigartigen TV-Produktionen: Fernsehfilme, Reihen, Event-Mehrteiler, Serien und Kino-Ko-Produktionen. Sein Name verbindet sich mit herausragenden Produktionen von Matti Geschonneck, Lars Becker, Gabriela Zerhau, Dominik Graf, Rainer Kaufmann, Christian Petzold, Carlo Rola und vielen mehr.

Intendant Dr. Norbert Himmler: „Hans Janke war Garant für höchste Filmqualität im ZDF. Dabei hat er es verstanden, anspruchsvolle Themen für ein breites Publikum attraktiv zu machen. Er war immer auch ein Streiter für den gesellschaftlichen Wert geistreicher Unterhaltung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. In der Verantwortung für die Fiktion und ihre Bilder gerieten ihm die Kraft und die Macht der Worte, die er selbst wie kaum ein Zweiter beherrschte, nie aus dem Blick. Das ZDF trauert um einen Kollegen, der mit seinem Gespür für Menschen und Gefühle in der deutschen Medienlandschaft sehr viel bewegt hat. Er war seinen Nachfolgern und auch mir immer ein enger und guter Berater. Unser Mitgefühl gilt seiner Tochter und seiner Familie.“

Der 1944 geborene Westfale arbeitete in den 1970er Jahren als Medienkritiker, bevor er 1983 das Adolf-Grimme-Institut leitete. Sechs Jahre später holte der damalige ZDF-Intendant Dr. h.c. Dieter Stolte ihn auf den Lerchenberg. Binnen drei Jahren stieg Janke zum Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm auf, seit 1995 war er zusätzlich stellvertretender Programmdirektor des Senders.

Er erfand den „Fernsehfilm der Woche“, der jeden Montag um 20.15 Uhr gesendet wird. Ihm gelang damit der Umbau des klassischen Fernsehspiels hin zu einem bis heute erfolgreichen Modell des modernen deutschen Fernsehfilms, der im Hauptabend reüssieren kann – getreu seinem Motto: die erzählerische Qualität mit der Popularität zu versöhnen.

Sein Name ist auch verbunden mit erfolgreichen Freitagskrimis wie „Derrick“, „Der Alte“ und „Ein Fall für zwei“. Zudem war er verantwortlich für die Entwicklung von Krimireihen wie „Bella Block“, Lars Beckers „Nachtschicht“, für Kino-Ko-Produktionen wie die Walser-Verfilmung „Ein fliehendes Pferd“ sowie die Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“. Unter seiner schützenden Hand entwickelte sich zudem die in Deutschland einzigartige Redaktion Das kleine Fernsehspiel zur ersten Adresse für den Filmnachwuchs.

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Quelle: ots

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