Der MDR begleitet die „Woche für das Leben“

Leipzig (ots) –

Unter dem Motto „Mittendrin. Leben mit Demenz“ initiieren evangelische und katholische Kirche gemeinsam die „Woche für das Leben“ vom 30. April bis 7. Mai. Der MDR nimmt dies zum Anlass und setzt zum Thema eigene Programmakzente: Dazu zählen die Reportage „Demenz: Der lange Abschied“ am 28. April, um 22.40 im MDR-Fernsehen und bereits jetzt in der ARD Mediathek sowie die Übertragung des Eröffnungsgottesdienstes aus der Leipziger Nikolaikirche.

„Demenz: Der lange Abschied. Zwei Töchter und ihre Mütter“

Peggy betritt nach einem Monat der Abwesenheit voller Vorfreude ihr Elternhaus in Zeitz und strahlt ihre Mutter an. Ihre Mutter Kerstin kann das leider nicht erwidern – es ist unklar, ob sie ihre Tochter überhaupt erkennt. Falls ja, kann sie das nicht mehr kommunizieren. Die 76-Jährige leidet seit ihrem 55. Lebensjahr an Alzheimer. Die Krankheit ist inzwischen weit vorangeschritten und verlangt der Tochter einiges ab. Peggy möchte ihre Mutter bestmöglich durch die Krankheit begleiten, doch sie lebt mit ihrer eigenen Familie mehrere hundert Kilometer entfernt.

Auch Vreni aus Schopfheim hat Demenz und sich stark verändert. Derzeit ist unklar, ob und wie lange die 76-Jährige noch zu Hause wohnen kann. Ihre Tochter Sonja versucht unermüdlich, die Nähe zu ihrer Mutter aufrechtzuerhalten und ihr durch ihre Unterstützung zumindest ein vertrautes Gefühl inmitten der Orientierungslosigkeit zu geben.

Zwei Frauen, die ihre Mütter durch den bedrückenden Verlauf der Krankheit begleiten, die sie langsam aus dem Leben gleiten lässt. Der Film fragt, warum Peggy und Sonja ihre Mütter so hingebungsvoll auf deren kräftezehrendem Weg begleiten. Welche Rolle spielen Liebe, Pflichtgefühl, Gewissen und Gesellschaft? Schaffen sie es immer stark zu bleiben oder gibt es auch Momente, in denen sie resignieren?

Die MDR-Reportage wird auch öffentlich im Gemeindekirchsaal der Nikolaigemeinde in Leipzig zu sehen sein – am Sonnabend, 30. April, um 13.00 sowie um 15.00 Uhr. Sowohl die Autorin Roxana Hennig als auch die Protagonistinnen werden daran teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

Gottesdienst zur Eröffnung der „Woche für das Leben“ – 30. April, 10.30 Uhr im MDR-Fernsehen

Menschen mit Demenz und deren Angehörige stehen 2022 im Mittelpunkt der „Woche für das Leben“, die von den beiden großen Kirchen in Deutschland getragen wird. Den Gottesdienst in der Leipziger Nikolaikirche zur Eröffnung gestalten unter anderem die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus, der stellvertretende Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Franz-Josef Bode, Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz und der Bischof des Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers.

Fachpodium „Kompetenz im Gespräch“ im Anschluss an den Gottesdienst (ab 12.00 Uhr) als Live-Stream unter mdr.de/religion

Im Rahmen der „Nationalen Demenzstrategie der Bundesregierung“ wird debattiert, wie Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht und deren Begleitung verbessert werden kann. Auf dem Podium sitzen:

* Prof. Dr. Andreas Kruse, Psychologe und Gerontologe, ehem. Mitglied des

Deutschen Ethikrats

* Franz Müntefering, ehem. Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft für

Seniorenorganisationen

* Dr. Verena Wetzstein, Studienleiterin der Kath. Akademie Freiburg

Darüber hinaus wird die „Woche für das Leben“ in aktuellen Sendungen des MDR Thema sein. So zum Beispiel bei MDR JUMP, MDR AKTUELL, bei MDR KULTUR im Radio sowie in den MDR-Landesmagazinen aus Magdeburg und Dresden; und natürlich auch im Internet unter

www.mdr.de/religion

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Sebastian Henne, Tel.: (0341) 3 00 6376,
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Quelle: ots

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