Die „Schatzkammer der Medici“ geht in die Moderne: 3sat zeigt „In den Uffizien“

Mainz (ots) –

Montag, 19. Dezember 2022, um 22.20 Uhr
Erstausstrahlung

Museumsdirektor Eike Schmidt brachte Branding und Sponsoring nach Florenz – ohne die Kunst zu verraten. Im Gegenteil: In den wohl schönsten ehemaligen Büros der Welt eröffnen sich jetzt sogar neue Räume. Tizians „Venus von Urbino“ wird auf tiefgrünem Grund neu gehängt. Der Vasarikorridor, der Geheimgang der Medici, wurde restauriert. Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch erkunden in ihrem Dokumentarfilm die Uffizien als den magischen Ort, der er – aller Menschenmassen zum Trotz – immer noch ist. Denn spätestens seit Dan Browns Bestseller „Inferno“ zieht es nicht nur Kunstliebhaberinnen und -liebhaber in eine der ältesten Galeriehallen der Welt. 3sat zeigt „In den Uffizien“ am Montag, 19. Dezember 2022, um 22.20 Uhr in Erstausstrahlung. Der Film ist ab 19. Dezember 2022, 6.00 Uhr, auch in der 3satMeditahek unter www.3sat.de zu sehen.

Dem Freiburger Eike Schmidt gelang es mit diplomatischem Geschick, dem konservativen Florentiner Bürgertum über die Jahre Neuerung um Neuerung abzuringen. Schmidt sieht sich ohnehin nicht nur als Kunsthistoriker, sondern vor allem auch als Manager und Pragmatiker, der zum Beispiel das Fotografie- und Selfieverbot aufhob: Erstens habe es nichts genützt, und zweitens sind auch im Museum andere Zeiten angebrochen – auch in den Uffizien, die bekannt dafür waren, besonders stark an jahrhundertalten Traditionen festzuhalten. Ein Spannungsfeld zwischen Kulturerbe und postmoderner Gesellschaft.

Der Dokumentarfilm „In den Uffizien“ von Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch zeigt die ungebrochene Anziehungskraft des Museums, in dem die Medici bereits 1581 ihre legendäre Kunstsammlung ausstellten. Er begleitet die Arbeit hinter den Kulissen. Eine gewaltige kollektive Anstrengung. Eine nie endende, passionierte Sorge um die Erhaltung jahrhundertealter Meisterwerke bei gleichzeitiger Offenheit gegenüber Neuerungen. Alles atmet in diesen Sälen und Fluren Geschichte, jede Handlung wird zum Ritual. Während des Aufbaus einer Ausstellung mit zeitgenössischen Skulpturen des britischen Künstlers Antony Gormley erleben Zuschauerinnen und Zuschauer, wie sensibel und konfliktgeladen solche Versuche sind. Es geht um jeden Zentimeter. Und immer wieder löst sich die Kamera aus dem Alltagsgeschehen und taucht ein in die Bildwelten an den Wänden: Leonardo da Vincis „Anbetung der Könige“, Botticellis „Frühling“, Tizians „Venus von Urbino“, Artemisia Gentileschis „Judith und Holofernes“ und Andrea Commodis „Engelssturz“.

Ansprechpartnerin: Claudia Hustedt, Telefon: 06131 – 70-15952;
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Fotos sind erhältlich über ZD-Kommunikation, Telefon: 06131 – 70-16100, und über
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Der Dokumentarfilm als Video-Stream im 3sat-Pressetreff:
https://pressetreff.3sat.de/programm/dossier/3satdokumentarfilmzeit-im-dezember-1

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Quelle: ots

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