Diversity-Tag 2022: MDR mit exklusiven Serien in der ARD Mediathek und vielfältigem Programm

Leipzig (ots) –

Vielfalt, Teilhabe, Geschlechtergerechtigkeit, Barrierefreiheit: Rund um den Diversity-Tag am 31. Mai bietet der MDR ein umfangreiches Programm. Einer der Höhepunkte ist die Doku-Serie „Cyborgs of Instagram“ über junge Menschen mit Prothesen, die ihre Geschichte auf Social Media teilen – ab 31. Mai exklusiv und komplett barrierefrei in der ARD Mediathek zu sehen. Alle Infos unter mdr.de/diversity.

Als Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“ beteiligt sich der MDR erneut am bundesweiten Diversity-Tag. „Wir als öffentlich-rechtliches Medienhaus setzen uns auf unterschiedlichsten Ebenen für Vielfalt ein – in unseren Programmen, auf unseren Plattformen und als Arbeitgeber. Und das gilt nicht nur am Diversity-Tag, schließlich ist Vielfalt heute eines der zentralen Themen unserer Zeit. Unsere Verantwortung als ein ‚MDR für alle‘ besteht darin, diese gesellschaftliche Vielfalt abzubilden und sichtbar zu machen – in zeitgemäßen Angebotsformen und vielfältigen Genres“, erläutert Intendantin Karola Wille die Bedeutung des Aktionstags für den MDR.

Um unterschiedliche Lebensperspektiven nicht nur im Programm, sondern auch in den Redaktionen selbst einfließen zu lassen, ist beispielsweise im Mai das Nachwuchstalente-Programm „MDR fresh“ mit fünf Teilnehmenden gestartet.

Neue Doku-Serien vom MDR für die ARD Mediathek

In „Cyborgs of Instagram“ begleitet der MDR drei junge Menschen, die auf Hightech-Prothesen angewiesen sind und ihre Geschichte mit einer großen Community auf Social Media teilen. Die vierteilige Doku-Serie zeigt, wie sie für ihre Träume kämpfen und wie ihnen Social Media dabei hilft. Gina (23) träumt davon, erste „Miss Germany“ mit Armprothese zu werden, Alex (24) möchte trotz Beinprothese wieder als Flugbegleiter arbeiten und Anna (25) steht kurz vor einer Beinamputation. Alle vier Teile sind ab 31. Mai exklusiv und komplett barrierefrei (AD, UT und DGS) in der ARD Mediathek zu sehen. Mit „Cyborgs of Instagram“ geht das MDR-Doku-Label „so close“ in die zweite Staffel. „So close“ steht für charaktergetriebene und seriell erzählte Doku-Serien in der ARD Mediathek.

Für „Wie bunt ist Mitteldeutschland?“ trifft MDR-Reporter Stefan Ganß (weiß, männlich, heterosexuell, drei Kinder) Menschen, die in einem Punkt „ganß“ anders sind als er. Er spricht u.a. mit Vincent Chakumika, der in Leipzig-Grünau aufgewachsen ist und wegen seiner schwarzen Hautfarbe große Teile Sachsens meidet. Stefan Ganß besucht die Musikerin Maria Jedamczik in Dessau, die nach Jahrzehnten im Männerkörper heute als Frau lebt. Er begleitet den Rollstuhlfahrer Michael König, der Manager eines Inklusionshotels in Thüringen ist. Stefan Ganß hört zu, fragt nach und erweitert seinen und den Horizont des Publikums. Zusammen mit Prominenten wie dem Schauspieler Tyron Ricketts, der Transgender-Journalistin Georgine Kellermann, dem Inklusionsaktivisten Raul Krauthausen oder Henning Scherf, dem Schirmherr der Deutschen Stiftung für Demenzkranke, schärft er seinen Blick über Mitteldeutschland hinaus. Die fünfteilige Serie startet am 28. Mai in der ARD Mediathek und ist ab 30. Mai im Nachmittagsprogramm bei „MDR um 2“ zu sehen.

MDR-Kurzfilmmagazin über queeren Film

Das Kurzfilm-Magazin „unicato“ befasst sich im Mai mit der queeren Filmszene. Moderator Markus Kavka ist im Gespräch mit drei Experten und Expertinnen: Skadi Loist von der Filmuniversität Babelsberg beschäftigt sich seit Jahren mit queerer Filmkultur und erklärt, warum diverse Besetzungen wichtig sind. Drehbuchautorin Jasmina Wesolowski spricht am Beispiel der Jugendserie „Druck“ über queere Erzählperspektiven und den Konkurrenzkampf auf dem Streaming-Markt. Merle Groneweg, Leiterin des im Mai stattfindenden XPOSED Queer Film Festivals, stellt das Festival und dessen Ziele vor. Außerdem werden fünf queere Kurzfilme gezeigt – alles abrufbar in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/sendung/unicato/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi9hNDk0MDViZS1kYWYyLTQwYjUtYjhiOC05ZWYyNmY5ZTIxNTA).

Diverse Charaktere im Fernsehen

Nicht nur inhaltlich bekennt sich der MDR zu mehr Vielfalt, auch in der Besetzung neuer Rollen setzt sich der Sender für mehr Diversität ein. So verstärkt künftig die gehörlose Schauspielerin Kassandra Wedel (Folge „Durchatmen“, 9. Juni 2022) in der Rolle der Neurochirurgin Dr. Alica Lipp das Team bei „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ (donnerstags um 18:50 Uhr im Ersten). Kassandra Wedel freut sich über ihre neue Episodenrolle und deren Bedeutung: „Es braucht mehr Taube, diverse Charaktere im TV und meine Rolle ist ein Anfang dafür, denn auch Dr. Lipp wird es nicht allen recht machen können und kann nie für alle Gehörlosen stehen.“

TV-Highlights und Mediathek-Angebot

Zum deutschlandweiten Diversity-Tag am 31. Mai widmet der MDR auch sein Fernsehprogramm dem Thema Vielfalt. Die MDR-Doku „Wer hat Angst vorm Regenbogen?“ (29.5.2022, 23.00 Uhr) fragt, wie es queeren Menschen in Osteuropa geht. Exemplarisch schaut die Doku auf die Situation der LGBTIQ-Community in Ungarn, Russland und Georgien. Anfeindung, Diskriminierung und Ausgrenzung gehören dort zum Alltag und führen auch zu entsprechenden Gesetzgebungen. In „Schwarz und deutsch – Die Geschichte der Afrodeutschen“ (31.05.2022, 22.10 Uhr) erzählen Frauen und Männer aus vier Generationen von ihren bewegenden Erfahrungen. Der Film verbindet sie zu einer Geschichte von Rassismus, Überleben und Selbstbehauptung. Bereits am 28. Mai, 14 Uhr wird die Doku „They call us Ausländerteam“ ausgestrahlt, sie taucht ein in den Alltag der Fußballmannschaft SV Blau-Weiß Grana bei Zeitz, in der Geflüchtete die Existenz des Vereins sichern. Sie erzählt, wie der Verein für Integration, gegen Rassismus und um den Aufstieg kämpft. „They call us Ausländerteam“ ist auch als vierteilige Serie in der ARD Mediathek (https://www.ardmediathek.de/sendung/they-call-us-auslaenderteam/staffel-1/Y3JpZDovL21kci5kZS9zZW5kZXJlaWhlbi9hNjhiZmZlOC05NGEyLTRmNGQtOWE0MS02ZTBiNTA2NDU0OGE/1) abrufbar.

Alle Filme, die rund um den Diversity-Tag im MDR-Fernsehen laufen, werden in der ARD Mediathek gebündelt. Dazu gehören u.a. die französische Dokumentation „Coming Out“, eine Montage von online geposteten Videos junger queerer Menschen bei ihrem Comingout, der Dokumentarfilm „Mädchenseele“, der die Geschichte eines Mädchens im Körper eines Jungen erzählt, das Coming Out-Drama „Aus der Haut“ mit Merlin Rose und Claudia Michelsen in den Hauptrollen sowie die Gesellschaftskomödie „Vier kriegen ein Kind“, in der ein lesbisches und ein schwules Paar gemeinsam auf Nachwuchs hoffen.

MDR SPUTNIK: Mitmach-Podcast zu Familienmodellen und CSD-Woche

„Was ist Familie?“ heißt das Thema in einer neuen Folge beim Mitmach-Podcast „Deine Meinung“ von MDR SPUTNIK – ab 27. Mai in der ARD Audiothek zu hören. Im Mittelpunkt steht die Geschichte eines queeren Paars bestehend aus zwei Vätern, das Zwillinge adoptiert hat und seine Erfahrungen selbstbewusst auf Social Media teilt.

Außerdem plant MDR SPUTNIK zusammen mit den beiden Hosts von „SPUTNIK Pride – Der Podcast über queere Themen“ – Kai Witvrouwen und Robin Solf – ab 9. Juli einen Themenschwerpunkt zum Leipziger Christopher Street Day (CSD).

Auch in anderen aktuellen MDR-Formaten ist der Diversity-Tag am 31. Mai Thema, so bei MDR SACHSEN – Das Sachsenradio, u.a. in der Sendung „Dienstags direkt“ von 20 bis 23 Uhr. Moderatorin Sina Peschke spricht mit ihren Gästen und den Hörerinnen und Hörern über „Vielfalt quer durch die Generationen“. „MDR KULTUR – Das Radio“ nimmt den Diversity-Tag zum Anlass, das geplante Selbstbestimmungsgesetz genauer anzuschauen, fragt Experten, stellt Trans-Personen vor und informiert über die unterschiedlichen Positionen zum Gesetz. „MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir“ hat sich im Land umgehört, wie über Diversity-Themen und Vielfalt in der Gesellschaft diskutiert und gedacht wird. Im Online-Angebot geht es um Hürden für Nicht-Akademikerkinder an Universitäten und Hochschulen und welche Hilfen es gibt.

MDR bekennt sich zu den Zielen der Charta der Vielfalt

Der Diversity-Tag wird jedes Jahr von der „Charta der Vielfalt“ initiiert, die bereits von mehr als 4.500 Unternehmen und Organisationen unterzeichnet worden ist. Alle Sender im ARD-Verbund bekennen sich ebenfalls zu den Zielen der „Charta der Vielfalt“. Der MDR hat die Charta 2019 unterschrieben und engagiert sich seitdem noch stärker für ein vielfältiges Programm. Das Engagement des MDR zum Diversity-Tag ist Teil des ARD-Schwerpunkts „Gemeinsam sind wir Vielfalt“. Alle Angebote des MDR werden unter mdr.de/diversity gebündelt und sind in der ARD Mediathek abrufbar.

Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Birgit Friedrich, Tel.: (0341) 3 00 65 45, E-Mail: [email protected], Twitter: @MDRpresse
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Quelle: ots

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