Explosionsgefahr im Wald: MDR-Webserie „exactly“ über gefährliche Feuerwehreinsätze

Leipzig (ots) –

Immer häufiger wüten Waldbrände auch in Mitteldeutschland. Besonders gefährlich sind Feuerwehreinsätze dort, wo sich ehemalige militärische Truppenübungsplätze befinden. „exactly“ zeigt welche Gefahren von alter Munition in der Region ausgeht und warum die Entsorgung ein großes Problem ist. Die neue Folge ist ab 25. Juli, 10.00 Uhr in der ARD Mediathek und ab 17.00 Uhr auf YouTube zu sehen.

Seit vier Jahren hat die Dürre Mitteldeutschland fest im Griff: Schon letztes Jahr gab es schwere Waldbrände in Sachsen-Anhalt, dieses Jahr wüten die Flammen noch heftiger – Tendenz: steigend. Der Niederschlag in den vergangenen Jahren war zu gering, um den Wald zu befeuchten. Und wenn der Boden austrocknet, versickert auch zukünftiger Regen schneller. Die Pflanzen sterben, Bäume werden morsch – ein idealer Nährboden für die vernichtenden Flammen. Und durch den sinkenden Grundwasserspiegel versiegen auch nach und nach die Brunnen, aus denen die Feuerwehr das Wasser für die Löschungen zieht. Die Dürre ist ein wahrer Teufelskreis.

Doch zu dieser Gefahr gesellt sich noch eine weitere, spezifisch für die neuen Bundesländer: Hier sind die Wälder nicht nur besonders trocken und dadurch leicht entflammbar, sondern auch eine erhöhte Munitionslast macht den Feuerwehrleuten zu schaffen. Hier, wo sich die Gebiete zur Truppenübung der Roten Armee erstreckt haben, ist nach der Wende viel Munition liegen geblieben – eine große Gefahr für den Wald genauso wie für Löscharbeiten. Die alte Munition ist verrostet, oft hochexplosiv und wirkt als Brandbeschleuniger. Vor allem aber ist die Entsorgung kompliziert. Oftmals kann die Feuerwehr den Wald gar nicht betreten und muss hilflos zusehen, wie die Flammen den Lebensraum von Tieren und Pflanzen zerstören. Reporter Milan Schnieder zeigt für „exactly“, wie sich die Gefahren für die Wälder in Mitteldeutschland potenzieren und damit erhebliche Teile der schützenswerten Natur in der Region bedrohen.

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Quelle: ots

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