Geschäft statt Tradition? MDR-Reihe „exactly“ über RB Leipzig und die Spaltung der Fußballnation

Leipzig (ots) –

Seit seiner Gründung sorgt RB Leipzig für kontroverse Diskussionen und Emotionen. Der ostdeutsche Bundesligist lockt dank seiner sportlichen Erfolge zehntausende Fans ins Stadion, während Kritiker die Clubstruktur und die Einflüsse des österreichischen Getränkeherstellers beanstanden. Zum Start der neuen Bundesliga-Saison gewährt eine neue Folge der MDR-Reportagereihe „exactly“ Einblicke in die RB-Welt – zu sehen ab Montag, dem 21.8., 10.00 Uhr in der ARD Mediathek und ab 17.00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von MDR Investigativ.

RB Leipzig gilt als umstrittenster Verein in der Bundesliga, dennoch hat der Club seit seiner Gründung im Jahr 2009 eine breite Anhängerschaft nicht nur in der Region gewonnen. Die steile sportliche Entwicklung von der fünftklassigen Amateuroberliga bis in die Bundesliga und die Champions League begeistert viele Fußballfans, zumal die Fankultur als friedlich und familiär gilt.

Hinter dem sportlichen Erfolg stehen finanzielle Investitionen von mehreren hundert Millionen Euro, bereitgestellt durch den österreichischen Getränkekonzern Red Bull. Diese enge strukturelle Verbindung zwischen dem Verein und dem Getränkehersteller hat allerdings auch zahlreiche Kritiker auf den Plan gerufen. Sie bemängeln unter anderem, dass RB Leipzig zu stark von Marketinginteressen geprägt ist.

Das schlägt mitunter um in blanken Hass. 2017 der Tiefpunkt: Beim Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund kommt es sogar zu Gewalt gegen Frauen und Kinder.

Sechs Jahre später will „exactly“ wissen, was sich seitdem verändert hat. Auf der gemeinsamen Reise mit einer RB-Fanfamilie nach Dortmund geht es um die Frage, ob sich die Stimmung im Umfeld des Ruhrpott-Vereins in den letzten Jahren gedreht hat.

Außerdem begleitet „exactly“ den Fußball-Rapper M.I.K.I. aus Dortmund, der mit einem kritischen Song gegen RB Leipzig auftritt und damit bei seinen Anhängern großen Anklang findet. Auch der Präsident eines der ältesten Eintracht-Frankfurt-Fanclubs, Lars Bernotat, kritisiert das Leipziger „Konstrukt“, weil die dortigen Fans kein Mitbestimmungsrecht im Verein hätten. Ulrich Wolter aus dem RB-Vorstand hält dagegen: Man habe immer ein offenes Ohr für die Anliegen aus der Fanszene. „Seit acht Jahren spielen wir Bundesliga – wir halten uns an alle Regeln.“

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Quelle: ots

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