Hamburg (ots) –

Der NDR ist mit sieben (Ko)-Produktionen für einen Grimme-Preis nominiert. In der Kategorie „Fiktion“ könnte es die Auszeichnung für den „Polizeiruf 110: Sabine“ mit Anneke Kim Sarnau, Charly Hübner und Luise Heyer geben sowie für das Drama „Sörensen hat Angst“ mit Bjarne Mädel. Der Film ist zugleich Mädels Regiedebüt. In der Kategorie „Information und Unterhaltung“ sind nominiert die sechsteilige NDR Dokuserie „Kevin Kühnert und die SPD“, die NDR Dokumentation „Planet ohne Affen“ mit Michel Abdollahi sowie der investigative Dokumentarfilm „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“, der in Koproduktion von Sky Studios, RBB, NDR, SWR, BR und ARTE entstand. Die sechsteilige Miniserie „Kranitz – Bei Trennung Geld zurück“ von ARD Degeto und NDR mit u. a. Jan Georg Schütte (zudem Regisseur und Ko-Autor), Lisa Hagmeister, Charly Hübner, Anna Schudt und Bjarne Mädel ist in der Kategorie „Unterhaltung“ aufgestellt. In der Kategorie „Kinder und Jugend“ kann die Doku „LOVEMOBIL: Dokumentarfilm über Prostitution gefälscht?“ von STRG_F (NDR/funk) auf einen Preis hoffen.

Die Preisträger und Preisträgerinnen wird das Grimme-Institut am 31. Mai bekanntgeben. Die Verleihung des 58. Grimme-Preises in Marl ist für den 26. August geplant.

Der NDR „Polizeiruf 110: Sabine (https://www.ardmediathek.de/video/polizeiruf-110/sabine/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS83ZmJmNzg3MS03NDcxLTRkODUtYWRmNS0yMmRjYjg1ODllY2E)“ ist der vorletzte mit dem Ermittlerteam Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Alexander Bukow (Charly Hübner). Das Buch schrieb Florian Oeller, Regie führte Stefan Schaller. Im Mittelpunkt steht die Titel gebende Sabine (Luise Heyer): Sie rackert sich ab. Bei der Arbeit, für ihren Sohn Jonas – und wird doch ständig übersehen. Als die Schließung der Rostocker Arunia-Werft droht, in der sie als Servicekraft arbeitet, lässt ihre Verzweiflung sie zur Waffe greifen. Neben den bereits Genannten spielten u. a. Uwe Preuss, Andreas Guenther, Josef Heynert und Lina Beckmann. „Polizeiruf 110: Sabine“ ist eine Produktion der Filmpool fiction (Produzentin Iris Kiefer, Ausführende Produzentin: Nikola Bock). Die NDR Redaktion hatte Daniela Mussgiller.

Beim bereits mehrfach ausgezeichneten NDR Film „Sörensen hat Angst“ war schon das Drehbuch auf Bjarne Mädel zugeschnitten: Sven Stricker schrieb es nach seinem Roman „Sörensen hat Angst“ und bearbeitete die Figur des Kriminalkommissars Sörensen 2018 für das gleichnamige Kriminalhörspiel von Deutschlandfunk Kultur mit Blick auf den Schauspieler. Zu den weiteren Darstellerinnen und Darstellern des Fernsehfilms, der seine Premiere im Ersten hatte, zählen Matthias Brandt, Peter Kurth, Katrin Wichmann und Anne Ratte-Polle. Produzenten waren Jakob Claussen und Uli Putz (Claussen + Putz Filmproduktion), gefördert wurde die Herstellung von der nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH. Die Redaktion lag bei Christian Granderath und Philine Rosenberg.

Für „Kevin Kühnert und die SPD (https://www.ardmediathek.de/sendung/kevin-kuehnert-und-die-spd/kevin-kuehnert-und-die-spd/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI4/1)“ konnten die Autor*innen und VJs Katharina Schiele und Lucas Stratmann den damaligen Juso-Vorsitzenden drei Jahre lang begleiten. Die Zuschauerinnen und Zuschauer erhalten so intime Einblicke, auch in das Innenleben der Partei. Die Dokuserie lief „online first“ in der ARD Mediathek und war danach im NDR Fernsehen zu sehen. Die Redakteure der NDR Eigenproduktion waren Timo Großpietsch und Christoph Mestmacher. Katharina Schiele und Lucas Stratmann sind für die erste Folge von „Kevin Kühnert und die SPD“ derzeit auch für einen Deutschen Kamerapreis nominiert.

Der Mensch macht Jagd auf Affenbabys. Kleine Schimpansen und Orang-Utans sind beliebt, Promis und Influencer*innen posieren mit ihnen auf Instagram. Auch Zoos auf der ganzen Welt verlangen stetig Nachschub. Doch woher kommen die Tiere? Das recherchierten Reporter Michel Abdollahi und das Team in „Planet ohne Affen (https://www.ardmediathek.de/video/planet-ohne-affen/planet-ohne-affen/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3BsYW5ldC1vaG5lLWFmZmVuLzNhMjBkZjU5LTAxOTQtNDY3ZC05ZmViLTdhMzg3ZWNjMWZjNg)“: Für den NDR Dokumentarfilm machen sich Reporter und VJ Felix Meschede, Manuel Daubenberger und Michel Abdollahi auf die Suche nach weltweiten Netzwerken des illegalen Affenhandels. Die Redaktion der mehrfach international ausgezeichneten NDR Eigenproduktion lag bei Dietmar Schiffermüller.

Der investigative Dokumentarfilm „Wirecard – Die Milliarden-Lüge“ von Benji und Jono Bergmann sowie Gabriela Sperl zeigt, wie mutige Informanten und Journalisten gegen alle Widerstände einen der größten Finanzskandale aller Zeiten aufdeckten. Zum ersten Mal sprechen im Film die beiden Menschen, die Wirecard schließlich zu Fall brachten: der ehemalige Senior Legal Counsel Wirecard in Singapur, Pav Gill, und seine Mutter Evelyn Sokhbir Kaur.

Eine „normale“ Paartherapie hält Klaus Kranitz (Jan Georg Schütte) nur für teure Trennungsbegleitung. Sein Selfmade-Ansatz verspricht den kurzfristigen Erfolg. Jan Georg Schütte führte Regie bei dem Impro-Format und verkörpert den ebenso raffinierten wie abgründigen Titelhelden der sechsteiligen Serie, die in der ARD Mediathek und im NDR Fernsehen lief. Das Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Seesko und Sebastian Schultz – basierend auf der Hörspielserie „Paartherapeut Klaus Kranitz – Bei Trennung Geld zurück“ von Radio Bremen. „Kranitz – Bei Trennung Geld zurück (https://www.ardmediathek.de/sendung/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/kranitz-bei-trennung-geld-zurueck/staffel-1/Y3JpZDovL25kci5kZS80NzI3/1)“ ist eine Produktion der Florida Film GmbH im Auftrag der ARD Degeto und des NDR für die ARD, Produzenten waren Lars Jessen, Sebastian Schultz und Klaas Heufer-Umlauf. Die Redaktion hatten Carolin Haasis und Christoph Pellander (ARD Degeto) sowie Franziska Dillberger und Diana Schulte-Kellinghaus (NDR).

In „LOVEMOBIL: Dokumentarfilm über Prostitution gefälscht? (https://www.ardmediathek.de/video/strg_f/lovemobil-dokumentarfilm-ueber-prostitution-gefaelscht-oder-strg_f/funk/Y3JpZDovL2Z1bmsubmV0LzExMzg0L3ZpZGVvLzE3NDA4MTI)“ deckt Reporterin Mariam Noori auf, dass der vielfach ausgezeichnete Dokumentarfilm „Lovemobil“ in großen Teilen nicht dokumentarisch ist, sondern nachgestellte Szenen enthält, die nicht als diese gekennzeichnet wurden. Der NDR hatte ihn mitproduziert. Protagonist*innen sind eigentlich Darsteller*innen gewesen, Szenen wurden gestellt. Die Regisseurin Elke Lehrenkrauss bestätigt in der nominierten Reportage von STRG_F die Inszenierungen und erklärt, sie habe es versäumt, den NDR darüber zu informieren. Sie sagte aber auch, dass der NDR nicht explizit nachgefragt habe. Wie kam es zu dieser Täuschung? Autor*innen sind Mariam Noori, Lisa Maria Hagen, Nino Seidel und Jonas Schreijäg. Redaktionell wurde die Produktion von STRG_F (NDR/funk) verantwortet von Dietmar Schiffermüller, Lutz Ackermann, Jasmin Klofta, Anna Orth und Salomé Zadegan.

24. Februar 2022 / IB

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