Hörbuch-Tipp: „Ich bin ja heut so glücklich“ von Charlotte Roth – Die tragische Geschichte des UFA-Filmstars Renate Müller

Berlin (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Kennen Sie den Schlager „Ich bin ja heut so glücklich“? Falls nicht, einfach mal auf YouTube danach suchen, denn das ist ein Evergreen aus dem Jahr 1931. Er stammt aus der Kinokomödie „Die Privatsekretärin“, einem der ersten Tonfilme. Gesungen hat ihn die bis dahin unbekannte UFA-Schauspielerin Renate Müller, die damit quasi über Nacht zum Star wurde. Auch die Nazis vergötterten und unterstützten sie zunächst, ließen sie dann aber 1937 plötzlich fallen. Mehr darüber erfahren Sie in „Ich bin ja heut so glücklich“ von Charlotte Roth – und von Oliver Heinze in unserem aktuellen Hörbuch-Tipp.

Sprecher: Renate Müller erblickt 1906 als Tochter einer Südamerikanerin und eines deutschen Journalisten in München das Licht der Welt und verbringt dort eine unbeschwerte Kindheit.

O-Ton 1 (Ich bin ja heut so glücklich, 18 Sek.): Die Mitschüler hatten sich über ihren Namen lustig gemacht und „Renate-Granate“ hinter ihr hergerufen. Renate war rundlich. Granatenförmig. Ihr ein-ziges Talent schien darin zu bestehen, andere zum Lachen zu bringen. Sie musste selbst dauernd lachen, und sooft sie damit anfing, lachten alle mit.

Sprecher: 1914 zieht es die Familie nach Danzig, wo Renate Gesangsunterricht bei der Kammersängerin Johanna Brun bekommt. Zehn Jahre später geht’s in die boomende Hauptstadt Berlin, in der sie schon bald von einer großen Karriere im Filmgeschäft träumt. Ihr Vater unterstützt sie dabei:

O-Ton 2 (Ich bin ja heut so glücklich, 21 Sek.): „Du wirst Schauspielunterricht nehmen, solltest auch versuchen, Theater zu spielen, und Fräulein Brun wird uns eine Berliner Kollegin empfehlen, bei der du deine Gesangsausbildung fortsetzen kannst. Wenn meine Tochter zum Film will, dann nicht als Küchenhilfe oder Komparsin. Du bist keine, die kleine Brötchen backt, Rena. Aber ich denke, das weißt du selbst.“

Sprecher: Erste Auftritte am Theater folgen, dann Engagements in Stummfilmen, bevor ihr 1931 in der Komödie „Die Privatsekretärin“ mit dem Lied „Ich bin ja heut so glücklich“ der Durchbruch gelingt. Von da an ist Renate gefragt, begehrt, selbst Hollywood ruft nach ihr.

O-Ton 3 (Ich bin ja heut so glücklich, 21 Sek.): „Ich glaube, Sie haben bei den Leuten einen Nerv getroffen. Sie sind genau das Mädchen, das sie in diesem Augenblick brauchen: hübsch und lieb-reizend, aber kein kleines Prinzesschen, das sich verwöhnen lässt, sondern eine moderne, patente Frau, die ihren Mann steht. Eine, mit der man ein Pferd stehlen kann – und hinterher auch noch Arm in Arm in den Sonnenuntergang reiten.“

Sprecher: Doch weil Renate einen jüdischen Mann liebt, gerät sie nach der Machtübernahme der Nazis ins Visier der Geheimen Staatspolizei. Und das wird ihr 1937 zum Verhängnis.

O-Ton 4 (Ich bin ja heut so glücklich, 20 Sek.): Der Lärm war ohrenbetäubend. Sie kamen zu ihr, sie traten die Tür zu ihrem Schlafzimmer ein. Renate brauchte nicht zu springen. Sie brauchte nur loszulassen. Dieses Zimmer im Hauptflügel lag erstaunlich hoch unter der Dachschräge und war mit Sternen geschmückt gewesen. Es gab keinen Ort, an dem sie sich dem Himmel näher gefühlt hatte.

Abmoderationsvorschlag: Die ganze tragische Geschichte von Renate Müller hören Sie in „Ich bin ja heut so glücklich“ von Charlotte Roth. Die ungekürzte Hörbuchfassung gibt’s exklusiv nur bei Audible – und weitere Infos dazu finden Sie unter www.audible.de/ep/hoerbuch-tipp.

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Quelle: ots

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