Hörbuch-Tipp: „Zur See“ von Dörte Hansen – Großartig erzählte Geschichte einer Seefahrerfamilie im Wandel der Zeiten

Berlin (ots) –

Anmoderationsvorschlag: Mit „Altes Land“ und „Mittagsstunde“, die beide auch verfilmt wurden, hat die im nordfriesischen Husum geborene Dörte Hansen zwei echte Bestseller geschrieben. Nun erscheint endlich „Zur See“, ihr lang erwarteter dritter Roman. Klug und mit großer Wärme erzählt sie darin vom Wandel einer Inselwelt, von alten Gesetzen, die ihre Gültigkeit verlieren sowie von Aufbruch und Befreiung mehrerer Generationen einer traditionsreichen Seefahrerfamilie. Oliver Heinze verrät Ihnen mehr in unserem aktuellen Hörbuch-Tipp.

Sprecher: Eine Stunde, je nach Wellengang manchmal auch länger, dauert die Fahrt mit der Fähre vom Festland zur kleinen Nordseeinsel.

O-Ton 1 (Zur See, 19 Sek.): Es gibt nur eine kleine Stadt auf dieser Insel, nicht viel mehr als ein paar Einkaufsstraßen, die wie die Finger einer Hand am Hafen hängen. Eine Strandkorbpromenade, eine Waffelbude, ein paar Krabben- oder Backfischstände und ein Eiscafé, das in der Nachsaison zu einem Tee- und Kerzenladen wird.

Sprecher: Dort lebt seit fast 300 Jahren die traditionsreiche Seefahrerfamilie Sander. Jens Sander hängte allerdings schon vor 20 Jahren die Kapitänsmütze an den Haken, verließ seine Familie und ist jetzt Vogelwart auf Abruf.

O-Ton 2 (Zur See, 19 Sek.): Er weiß, dass er hier nicht mehr viel zu sagen hat. Er ist ein König ohne Land, in einem Schloss auf alten Pfählen, die von gelben Flechten überwuchert sind, und er besitzt kaum mehr als seine Kleider und sein Fernglas. Er wird auf dieser Vogelinsel noch als Urgestein geduldet von Umweltamt und Wattenschutzverein.

Sprecher: Seine alleingelassene Frau hat in der Zwischenzeit drei Kinder großgezogen und verdient ihr Geld mehr schlecht als recht in der Tourismusbranche.

O-Ton 3 (Zur See, 21 Sek.): Hanne Sander hat in ihrem Haus vier Fremdenzimmer, die sie jeden Morgen lüftet. Sie putzt die Fenster oft, weil ihre Scheiben sonst von Salz und Sand erblinden. Alle Betten sind bezogen, aber es hat lange niemand mehr darin geschlafen, weil ihre Zimmer alt sind und mit schweren Möbeln eingerichtet, ohne Fernseher, das Bad im Flur.

Sprecher: Hannes ältester Sohn jobbt auf der Fähre, hat aber so große Angst vor Stürmen, dass er sich jeden Tag betrinken muss. Ihre Tochter, eine Altenpflegerin, fürchtet mehr die Touristenströme als das Wasser – und nur ihr Jüngster ist als erfolgreicher Treibholz-Skulpturen-Künstler mit sich im Reinen. Bis eines Tages das Meer mit voller Wucht zuschlägt und das Leben der Sanders für immer verändert.

O-Ton 4 (Zur See, 18 Sek.): Es spricht sich schnell herum, wenn von den Inselleuten einer fehlt. Man könnte glauben, dass die Mütter und die Schwestern auf den Inseln wissen müssten, wie man auf eine solche Nachricht wartet. Und trotzdem halten manche es nicht aus. Man kann am Anfang nicht begreifen, dass die Welt sich einfach weiterdreht. Nicht einmal zuckt.

Abmoderationsvorschlag: Mehr über die Sanders, die anderen Inselbewohner und wie sich ihre Welt mit der Zeit verändert, hören Sie ab sofort in „Zur See“ von Dörte Hansen. Das Hörbuch gibt es ungekürzt nur bei Audible – und weitere Infos dazu finden Sie unter www.audible.de/ep/hoerbuch-tipp.

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Quelle: ots

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