MDR bietet 2022 hochkarätige fiktionale und dokumentarische Formate

Leipzig (ots) –

Mit innovativen dokumentarischen wie fiktionalen Angeboten von gesellschaftlicher Relevanz und regionalem Bezug will der MDR in diesem Jahr noch mehr Menschen – insbesondere auch auf digitalen Wegen – für sich gewinnen.

Klaus Brinkbäumer, MDR-Programmdirektor: „Auch in diesem Jahr werden wir in Serien, Filmen und Dokumentationen Themen aufgreifen, die unser MDR-Publikum in bislang unbekannte oder gewiss veränderte Dimensionen der mitteldeutschen Wirklichkeit mitnehmen. Wir wollen das Lebensgefühl der Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit Spannung, Humor und pointierten Geschichten widerspiegeln und bundesweit erlebbar machen – auch für diejenigen, die Medien on-demand oder mobil konsumieren und die unsere Angebote bisher linear nicht so stark wahrgenommen haben.“

Herausragende Dokumentationen

„Angela Merkel – Im Lauf der Zeit“

ab 20. Februar in der ARTE-Mediathek, am 22. Februar, 20.15 Uhr bei ARTE und am 27. Februar, 21.45 Uhr im Ersten sowie ab 25. Februar in der ARD Mediathek

Der renommierte Dokumentarfilmer Torsten Körner („Schwarze Adler, „Die Unbeugsamen“) zeichnet eines der persönlichsten Porträts der ehemaligen Bundeskanzlerin. Neben Angela Merkel selbst kommen exklusiv internationale Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner wie Barack Obama, Theresa May und Christine Lagarde zu Wort. Der Film nimmt sich Zeit, den langen Atem der Ausnahmepolitikerin Angela Merkel zu zeigen und spürt grundlegenden Fragen nach: Wie gelang der jungen ostdeutschen Physikerin aus der ehemaligen DDR der Aufstieg bis ins Kanzleramt? War die Kanzlerin eine Stabilitätsgarantin in stürmischen Zeiten, oder verantwortete sie politische Stagnation? Wie denkt sie über die Flüchtlingssituation 2015? Wie bewertet sie ihre Klimapolitik? Woher rührt ihre Widerstandskraft, und was trieb sie an? Die Doku gewährt einen ganz besonderen Blick auf den Mensch Angela Merkel. Weitere Informationen gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/pressemappen/angela-merkel-im-lauf-der-zeit-presseinformation-100.html).

„Amok“

ab 21. April in der ARD Mediathek und am 24. April, 22.50 Uhr im MDR-Fernsehen

Die fünfteilige historische Serie befasst sich mit dem Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium vor 20 Jahren und der Frage, ob seitdem genug zur Prävention von Amokläufen an Schulen unternommen wurde. Ausgehend von den chaotischen Ereignissen des Tages reflektiert sie die damaligen Ereignisse aus der Perspektive der Überlebenden: ehemalige Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Polizistinnen und Polizisten sowie Rettungspersonal. Viele der Protagonistinnen und Protagonisten sprechen das erste Mal vor einer Kamera. Das Weiterleben nach dem Trauma ist ein zentrales Motiv der Serie – welche Lebenswege sind die Opfer gegangen, wie schätzen sie die Situation in der Rückschau ein. Und wie bewerten sie die Entwicklungen im Bereich Prävention, Opferschutz, Polizeiarbeit, Schulgesetz und Waffenbesitz heute?

„so close“: „They call us Ausländerteam“

ab 22. Februar in der ARD Mediathek

Auf einem Fußballplatz in Sachsen-Anhalt wird ein Kampf ausgetragen, bei dem alles auf dem Spiel steht. Eine Amateurmannschaft mit 14 Männern aus 13 verschiedenen Nationen kämpft gegen Rassismus, für Integration und um den Aufstieg aus der Kreisliga. In der ostdeutschen Provinz spielen sie für ihre Zukunft in einer neuen Heimat. Die Web-Doku erzählt in vier Folgen die einzigartige Geschichte des SV Blau-Weiß Grana, den es ohne den leidenschaftlichen Einsatz seiner Spieler nicht mehr geben würde. Eine Geschichte über Zusammenhalt, Stolz und Identität, über Flucht, Fremdsein und Heimat – und darüber, wie das Team mit dieser im Fußball umgeht.

„They call us Ausländerteam“ ist Teil des neuen, jungen MDR-Doku-Angebots „so close“. Es beleuchtet die wichtigen Themen junger Menschen in konkreten Geschichten – von Klimawandel über Diversität bis hin zu Zukunftsangst und Sexismus.

„Wer bezahlt unsere Zukunft?“

Ende Juli in der ARD Mediathek

Provokative Thesen, bemerkenswerte Behauptungen und beeindruckende Szenarien stellen sich in der Doku-Serie dem Realitätscheck. Dabei werden unterschiedliche Aspekte der Zukunft erzählt und auf den Punkt gebracht: Wie die Gesellschaft heute die Gegenwart finanziert, entscheidet darüber, wie die Zukunft für die nächsten Generationen aussieht. Die Rente sinkt, während der Wasserspiegel steigt und die Staatsschulden wachsen. Wie viel Geld fließt in den Klimaschutz? Und reicht das Geld, um den sozialen Frieden zu sichern? Muss der Staat eigentlich seine Schulden bezahlen? Aber wo soll das ganze Geld herkommen? Zu oft heißt es „entweder, oder“, als gäbe es eine Wahl.

Weitere Serien- und Streaminghighlights

„ZERV – Zeit der Abrechnung“

ab 15. Februar in der ARD-Mediathek, vom 22. bis 24. Februar, 20.15 Uhr im Ersten

In Berlin wird 1991 auf Beschluss der Bundesregierung die ZERV gegründet – die Zentrale Ermittlungsstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität. Ihr Ziel ist es, Verbrechen aus DDR-Zeiten sowie der Wendezeit aufzuklären. Die Kripo-Kommissare aus dem Westen, die dafür nach Berlin ziehen, betreten Neuland und haben keine Erfahrung in der Zusammenarbeit mit ihren Ost-Kollegen.

„ZERV“ erzählt in sechs Folgen von den ersten Jahren nach dem Mauerfall, den Brüchen in Lebensläufen, von völlig unterschiedlichen Biografien und vom geglückten Aufeinanderzugehen im gemeinsamen Kampf gegen das Verbrechen, das kein Ost und West kennt. Die Krimiserie wurde in Berlin, Brandenburg und Tschechien gedreht, die Hauptrollen spielen Nadja Uhl und Fabian Hinrichs. Weitere Informationen gibt es hier (https://www.daserste.de/unterhaltung/serie/Serie-zerv-drehende-100.html).

Begleitend verantwortet der MDR eine fünfteilige dokumentarische Produktion: „ZERV – Die Dokuserie“ zeigt zwölf ehemalige Ermittler in ihren realen Fällen. Erstmals stehen dafür auch die originalen Akten zur Verfügung, mit deren Hilfe die Protagonisten noch einmal emotional und tief in die Zeit vor 25 Jahren eintauchen. Die Doku schlägt eindrucksvoll die Brücke zwischen Archivmaterial und persönlichem Erleben – zu sehen ab 15. Februar in der ARD Mediathek und vom 20. bis 24. Februar, um 19.50 Uhr im MDR-Fernsehen.

Darüber hinaus produziert der MDR die 30-minütige Begleitdokumentation „ZERV – Die Ermittler“, die im Anschluss an die fiktionale Serie am 22. Februar im Ersten ausgestrahlt wird.

„Lauchhammer“

voraussichtlich im Oktober in der ARD Mediathek, im Ersten und bei ARTE

Ein totes Mädchen wird an einem Tagebausee in der Lausitz gefunden. Die Ermittlungen in dem Fall übernehmen Maik Briegand (Mišel Matičević), der wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, und die junge Kommissarin Annalena Gottknecht (Odine Johne), die mit neuen Methoden alte Verkrustungen in der spröden Lausitz aufbrechen will. Je mehr sich die energische Ermittlerin den Menschen vor Ort öffnet, desto größer wird ihr Verständnis für den Kollegen. Wie die riesigen Schaufeln der Förderbagger, die geduldig Schicht um Schicht abtragen, graben sich die beiden in sechs Teilen durch den Fall, der sie Jahrzehnte in die Vergangenheit führt. Weitere Informationen gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/mdr-im-ersten/presseinformation-drehstart-krimiserie-lauchhammer-100.html).

Begleitend produziert der MDR die vierteilige Dokuserie „Hinter dem Abgrund – Lauchhammer“ für die ARD Mediathek. Sie erzählt von der Zerrissenheit der Kohleregion, aber auch davon, wie die äußeren Umbrüche der letzten Jahrzehnte zu einem starken inneren Zusammenhalt geführt haben, denn kaum irgendwo in Deutschland haben sich Landschaft und Leben so oft und so intensiv verändert, wie hier. Wie stehen die Menschen zu einer Heimat, die ständig eine andere sein will, wo sich die Umbrüche durch alle Familien ziehen? Was bleibt und wer bleibt?

„Mein Schwein pfeift“

Knapp 150 Ideen hatten mitteldeutsche, überregionale und internationale Produzentinnen und Produzenten für die Streaming-Offensive „Mein Schwein pfeift“ beim MDR eingereicht. Gesucht wurden Formate, die das ländliche Leben in Mitteldeutschland fiktional und humorvoll unter die Lupe nehmen. Nun ist es soweit: Die drei „Gewinner-Ideen“ sind ab 23. März in der ARD Mediathek zu sehen.

„Straight Outta Crostwitz“, „Ollewitz“ und „Die Pflegionärin“

„Straight Outta Crostwitz“ wurde im sorbischen Crostwitz und in Bautzen gedreht. In der vierteiligen Mini-Serie hat Hanka (Jasna Fritzi Bauer), eine junge Sorbin, das Dasein als Folklore-Musikerin ihrer Community satt und träumt vom Rap. Um ihren Traum zu verwirklichen, muss sie sich ihrer Versagensangst stellen und sich von den konservativen Ansichten ihres Vaters (Volker Zack) emanzipieren – genau wie ihr Bruder Beno (Steven Preisner), der seine Homosexualität bisher verheimlicht. Beide Geschwister sind zerrissen zwischen der Liebe zu ihrer Familie, ihren Wurzeln, ihren Traditionen und ihrem Traum, auszubrechen. Mehr Informationen gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/fernsehen/presseinformation-drehstart-straight-outta-crostwitz-lausitz-100.html).

In Dölau und Ferropolis entstand die sechsteilige MDR-Streaming-Serie „Ollewitz“. In dem fiktiven Dorf, wo keine Kaufhalle, keine Fleischerei und keine Arztpraxis mehr zu finden sind, zog es die Jungen in die ferne Großstadt. Geblieben ist der Fußballplatz des FC Vorwärts Ollewitz, eingezwängt zwischen einem kleinen Wald und dem „Schlund“ – einem gigantischen gefluteten Braunkohleloch. Das Leben der standhaften Einwohnerinnen und Einwohner in einer Region des Umbruchs kondensiert dort wie heißer Wasserdampf an einer kalten Glasscheibe. Mit dabei sind Cordelia Wege, Stephan Grossmann und Henning Peker. Mehr Informationen gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/unternehmen/presseinformation_dreharbeiten_in_sachsen-anhalt_mdr-streaming-serie_ollewitz-100.html).

Die fünfteilige Mini-Serie „Die Pflegionärin“ wurde im thüringischen Ilm-Kreis sowie in Weimar und Umgebung gedreht. Im Fokus stehen die skurrilen, dramatischen, aufreibenden, aber auch lustigen Alltags-Abenteuer der ambulanten Pflegekraft Caro Lacher aus dem Ilm-Kreis. Schnell wird klar: Pflege ist nichts für Feiglinge. Die Menschen, die diesen Beruf mit Hingabe und Einsatz ausüben, sich täglich um das Wohl Kranker, Alter und Hilfsbedürftiger kümmern, werden zwischen Profit und Politik zerrieben. „Die Pflegionärin“ legt hier ihren Finger sprichwörtlich in die Wunde. Ohne „Moral-Keule“, sondern mit viel Humor und Herz wird der ganz normale Wahnsinn offenbar, den eine ambulante Pflegekraft auf dem Land erleben kann. Mit dabei sind unter anderem Benita Sarah Bailey, Iris Berben sowie Maria Ehrich und Tobi Schlegl. Mehr Informationen gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/fernsehen/presseinformation-die-pflegionaerin-streaming-serie-100.html).

Zum Hintergrund „Fiktionales und dokumentarisches Erzählen“

„Fiktionales und dokumentarisches Erzählen“ ist neben „Information und Regionalität“ sowie „innovative, junge Kultur“ einer von drei Kernbereichen des neuen strategischen Leitbildes „MDR für alle“, mit dem der MDR künftig auch jene Bevölkerungsgruppen noch stärker ansprechen und erreichen möchte, die ihn bislang nur wenig oder noch gar nicht in ihrer Timeline haben.

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Quelle: ots

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