Sonderschau „The Everyday Projects Grant“ ergänzt Ausstellung der weltbesten Pressefotos

Oldenburg (ots) –

Die weltweite Initiative „The Everyday Projects“ möchte aufstrebende Fotojournalist:innen aus unterschiedlichen geografischen und sozialen Zusammenhängen beim Erlernen ihres Handwerks unterstützen. Dazu wurden 2021 zwei einjährige Fotografie-Stipendien verliehen. Im Rahmen der Oldenburger World-Press-Photo-Ausstellung werden die besten Bilder der Bewerber:innen vom 19. Februar bis 13. März 2022 zu sehen sein.

Salih Basheer ist ein junger Fotograf aus dem Sudan. In seiner Reportage „The Home Seekers“ begleitet er Landsleute in Ägypten, die abseits ihres Geburtslands nach einem neuen Zuhause suchen. Dem jungen Essam folgt Basheer sogar bis nach Schweden, wo er trotz Neuanfang von alten Ängsten heimgesucht wird. Die Jury des „Everyday Projects Grant“ lobte seine Arbeit als „filigran, aber kraftvoll“ und vergab an ihn eines der beiden mit einem Preisgeld von 6.000 US-Dollar dotierten Stipendien. „Durch die Prämie und das damit verbundene Mentoring-Programm kann ich weiterhin Fotoreportagen entwickeln, die in der Welt einen Unterschied machen“, freute sich Basheer.

Ebenfalls mit einem Stipendium ausgestattet wurde die Mexikanerin Tania Barrientos. Die Jury empfand ihre Arbeit als „wichtig, relevant und zeitgemäß“. In ihrem Projekt „Doce Viajes Al Japón“ porträtiert Barrientos drei junge Menschen im Süden des Landes, die die typischen Stadien des Heranwachsens durchlaufen und der Fotografin dadurch helfen, sich auf ihre eigenen Wurzeln zu besinnen. Sie bedankte sich für die „fantastische Möglichkeit, mein Fotoprojekt fortzuführen“, und fügte hinzu: „Die Begleitung durch erfahrene Profis aus der Branche ist unbezahlbar.“

„Insgesamt nahmen 450 Fotograf:innen an der Ausschreibung teil“, berichtet Projektleiterin Lisa Knoll von der Agentur Mediavanti. Sie hat die Sonderschau gemeinsam mit Rebecca Gibian, der in Washington lebenden Koordinatorin der „Everyday Projects“, organisiert. Gezeigt werden im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte neben Aufnahmen der beiden Stipendiat:innen auch Bilder der zehn Finalist:innen. Sie stammen unter anderem aus Afghanistan, Ecuador und Nigeria. Knoll: „Die Jury war insbesondere beeindruckt von der Hingabe, Projekte anzugehen, die der eigenen Community Auftrieb geben und den dort relevanten Themen international Gehör schenken.“

Die Projektleiterin betont zudem, dass es dem Team der Oldenburger World-Press-Photo-Ausstellung schon immer auch darum gegangen sei, Arbeiten junger Fototalente vorzustellen und über den eigenen, mitteleuropäischen Tellerrand hinauszublicken. „Darum haben wir vor zwei Jahren erstmals in Europa Fotografien aus dem Projekt Everyday Africa ausgestellt.“ Die Initiative, die den Grundstein für „The Everyday Projects“ legte, wurde Anfang März 2012 gegründet und begeht jetzt ihr zehnjähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass lädt Mediavanti am 1. März zu einer globalen Gesprächsrunde ein. Professor Rainer Lisowski von der Hochschule Bremen wird mit Gründungsmitglied Peter DiCampo, Kuratorin Rebecca Gibian sowie den beiden Stipendiat:innen Salih Basheer und Tania Barrientos sprechen. Beginn der kostenlosen Online-Veranstaltung, die live bei Facebook übertragen wird, ist um 19 Uhr.

World Press Photo 2021

19. Februar bis 13. März 2022

Öffnungszeiten: Dienstag/Mittwoch und Samstag/Sonntag 10-18 Uhr Donnerstag/Freitag 10-20 Uhr

Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg (Schloss)

www.worldpressphotoausstellung-oldenburg.de

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Claus Spitzer-Ewersmann, Tel. (0441) 30 91 24-0, [email protected]
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Quelle: ots

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