SWR prüft Preisvergabe an „Lovemobil“ / Prämierter Dokufilm offenbar nicht authentisch

Stuttgart (ots) – Der im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Dokumentarfilmpreis ausgezeichnete Film „Lovemobil“ soll Szenen inszeniert haben. Der von NDR und Nordmedia koproduzierte Film ist nach aktuellen Recherchen des Norddeutschen Rundfunks in vielen Szenen nachgestellt und nicht authentisch. Der NDR distanzierte sich daraufhin von seinem koproduzierten Dokumentarfilm.

Die Regisseurin und Produzentin von „Lovemobil“ Elke Margarete Lehrenkrauss hatte 2020 den von SWR und MFG Baden-Württemberg gestifteten Hauptpreis erhalten. Der SWR wird aufgrund der neuen Erkenntnisse die Preisvergabe überprüfen und die Auszeichnung gegebenenfalls aberkennen.

„Lovemobil“ nicht mehr in der ARD Mediathek

Bis zur Klärung des Sachverhalts ruht für Elke Margarete Lehrenkrauss auch die Mitgliedschaft in der Jury des diesjährigen Deutschen Dokumentarfilmpreises 2021. Preisträger*innen sind in der Regel in der Hauptjury des nachfolgenden Jahres vertreten.

In „Lovemobil“ geht es um das Leben von Prostituierten, die unter entwürdigenden Umständen in Wohnmobilen am Rande von Bundesstraßen in Niedersachsen arbeiten.

Die Produktion lief coronabedingt nur kurz im Kino. Sie wurde vorerst aus der ARD Mediathek genommen und für Wiederholungen gesperrt.

Informationen, kostenfreie Bilder und weiterführende Links http://swr.li/swr-prueft-preisvergabe-lovemobil

Pressekontakt:
Anja Görzel, Tel. 0711 929 11046, [email protected]
Original-Content von: SWR – Südwestrundfunk, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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