„Unsere wunderbaren Jahre“ – die Geschichte der Familie Wolf geht im Spirit der 68er Jahre weiter

München (ots) –

Dreharbeiten für die hochkarätig besetzte historische Event-Serie ab März in Nordrhein-Westfalen

Wunderbare Neuigkeiten für alle Zuschauerinnen und Zuschauer, die die Geschichte der Fabrikantenfamilie Wolf zur Zeit von Währungsreform und Wirtschaftswunder vor zwei Jahren in ihren Bann zog: Die ARD schlägt mit sechs weiteren Folgen „Unsere wunderbaren Jahre“ ein neues Kapitel auf. In Nordrhein-Westfalen haben die Dreharbeiten für die zweite Staffel der WDR/ARD-Degeto-Event-Serie, basierend auf dem Erfolgsroman von Peter Prange, begonnen. Katja Riemann, Anna Maria Mühe, Hans-Jochen Wagner, Ludwig Trepte, Vanessa Loibl, David Schütter und Elisa Schlott spielen auch diesmal wieder mit. In den weiteren Hauptrollen sind Damian Hardung, Rocio Luz, Omid Memar, Merlin Sandmeyer, Hanna Plaß, Ella Lee und Valerio Morigi besetzt worden.

Die neuen Folgen erzählen auf spannende und emotionale Weise die Geschichte der Fabrikantenerbin Christel Wolf (Katja Riemann), ihren drei Töchtern und deren Kindern in den späten 60er Jahren. Eine Zeit des Umbruchs und der Veränderung, ein Tauziehen zwischen Kapitalismus und politischer Revolution, zwischen familiären Verpflichtungen und dem Drängen nach persönlicher Freiheit.

Jörg Schönenborn, WDR-Programmdirektor Information, Fiktion und Unterhaltung und ARD-Koordinator Fiktion: „Die erste Staffel von ‚Unsere wunderbaren Jahre‘ war in der ARD Mediathek, im Ersten und auch im WDR Fernsehen ein richtig großer Erfolg. Jetzt kann sich unser Publikum auf die Fortsetzung freuen. Diesmal stehen die Jahre 1967 bis 1969 im Mittelpunkt der Familiensaga – und damit eine Zeit der politischen und gesellschaftlichen Wende. Die Wirtschaftswunderjahre sind vorbei. Eine neue, kritische Generation stellt unbequeme Fragen. Es geht um Gleichberechtigung, den Wunsch nach einer besseren Zukunft im Land und auch um die Rolle der Gastarbeiter. Wie ich finde, eine sehr spannende Phase der deutschen Geschichte, die vor dem Hintergrund unserer derzeitigen Themen und Herausforderungen nicht aktueller sein könnte. Gedreht wird die zweite Staffel zwischen März und Juni ausschließlich in Nordrhein-Westfalen, dankenswerter Weise mit Unterstützung der Film- und Medienstiftung NRW.“

Benjamin Benedict, Geschäftsführer und Produzent UFA Fiction: „Ich freue mich sehr, dass wir nach dem großen Erfolg der ersten Staffel die packende Geschichte der Familie Wolf weitererzählen können. Im Zentrum stehen wieder die Familiengeschichte und die persönlichen Lebenswege der Figuren sowie ihr Streben nach Glück und einem selbstbestimmten Leben in einer sich wandelnden Welt. Es ist schön, dass wir Mira Thiel für die Fortsetzung als Regisseurin und Drehbuchautorin gewinnen konnten. Vielen Dank zudem an das gesamte Team sowie den WDR und die ARD für die tolle Zusammenarbeit und das Vertrauen.“

Zum Inhalt: Altena, 1967 – Die Vorfreude ist groß, denn beim diesjährigen Schützenfest wird auch das 600-jährige Jubiläum des beschaulichen Städtchens gefeiert. Mit eiserner Hand leitet Christel Wolff (Katja Riemann) dort das Familienunternehmen „Vereinigte Stahlwerke Altena“, das sie nach dem Publikwerden der ehemaligen Geschäftsbeziehungen mit den Nazis und dem Selbstmord ihres Mannes vor dem Ruin gerettet hat. Das Verhältnis zu ihren drei Töchtern ist angespannt: Ulla (Elisa Schlott) lebt mit Tommy (David Schütter) und Tochter Angelika (Smilla Maryluz Liebermann) in Ost-Berlin und hat sich dem Sozialismus verschrieben; Gundel (Vanessa Loibl) ist als junge Mutter heillos überfordert, und auch ihre Ehe mit Benno (Merlin Sandmeyer) läuft alles andere als gut; nur Margot (Anna Maria Mühe) und Sohn Winfried, genannt Winne (Damian Hardung), leben bei Christel in der Familienvilla.

In ihrem Enkel Winne sieht Christel ihren Nachfolger, doch der hat eher schnelle Autos, coole Beats und schöne Mädchen im Kopf. Gymnasium geschmissen, Lehre abgebrochen, rebellische Parolen und zum Bund will Winne auch nicht – dafür lieber mit seinem besten Freund Bijan (Omid Memar) im geklauten Auto nach Berlin, um beim anstehenden Schah-Besuch mit den Studenten zu protestieren. Doch der Diebstahl fliegt auf. Winne beugt sich dem unerbittlichen Druck seiner Großmutter Christel und steigt widerwillig in die Firma ein. Ganz unten, versteht sich. Generationen, Perspektiven und Pläne prallen aufeinander. Erst recht, als Winne erkennen muss, unter welchen Bedingungen die Gastarbeiter in der Fabrik arbeiten müssen.

Plötzlich taucht noch Winnes Stiefvater und ehemaliger Kompagnon der Wolf-Werke, Walter Böcker (Hans-Jochen Wagner), in Altena auf. Der Altnazi war vor 13 Jahren nach Argentinien geflohen, doch nach dem Putsch des Militärs zieht es ihn zurück in die alte Heimat. Und zu Margot, seiner großen, unvergessenen Liebe. Begleitet wird er von der 19-jährigen Gabriela (Rocio Luz), der Tochter einer befreundeten Familie aus Buenos Aires, für die sich Böcker in Deutschland verantwortlich fühlt. Ganz nach bekannter Manier, reaktiviert Böcker seine alten Seilschaften und sorgt damit für große Unruhe, während Winne nur noch Augen für Gabriela hat.

Damian Hardung, der den rebellischen Winne spielt: „Ganz im Geist der 68er-Bewegung ist Winne überzeugter Pazifist, der vorm Kriegsdienst flieht. Auch wenn er rhetorisch und vom Wissen her kein Rudi Dutschke sein mag, ist er politisch motiviert, mit der NS-Geschichte zu brechen. Er hält das Schweigen über die Vergangenheit nicht aus. Gerade heute kann dieser Wunsch nach Aufarbeitung, der Versuch nach Dialog und das Demonstrieren gegen den Krieg, einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung unserer Zukunft darstellen.“ Auch in der zweiten Staffel kämpfen drei Generationen um Anerkennung und Gerechtigkeit, feiern Erfolge und scheitern teilweise mit ihren Visionen beim Suchen, Finden oder Verlieren ihrer Ziele, Sehnsüchte und ihrer großen Lieben. Ein mitreißendes Gesellschaftspanorama Deutschlands Ende der 60er Jahre zwischen Studentenrevolte, Wirtschaftswunder, Ost-Westkonflikt, Beatles und Rolling Stones.

Regisseurin Mira Thiel betont: „Unterhaltung mit Haltung ist der Schatz dieses Stoffes. Für mich sind die Jahre Ende der 60er nicht wunderbar, sie sind wild. Auch in dieser Staffel geht es wieder um die spannende Frage der Lebenswege. Aufgrund des gesetzten Zeitsprungs natürlich auch um die Frage, was den Figuren in der Zwischenzeit passiert ist. Welche Persönlichkeitsentwicklung sich im OFF entwickelt hat und mit welchen (unerwarteten) Brüchen wir in dieser Staffel starten, um die weiterentwickelten Figuren damit in neue, spannende, familiäre Kultur-Konflikte zu schicken.“

„Unsere wunderbaren Jahre“ ist eine Produktion der UFA Fiction im Auftrag von WDR und ARD Degeto für die ARD unter Federführung des Westdeutschen Rundfunks. Regisseurin ist Mira Thiel, die auch als Headautorin gemeinsam mit Kirsten Loose, Tillmann Roth, Michael Gantenberg und Linda Brieda die Bücher verantwortet. Die Redaktion haben Caren Toennissen (WDR) und Christoph Pellander (ARD Degeto). Produzenten sind Benjamin Benedict und Marcus Welke, ausführender Produzent ist Eike Adler (UFA Fiction). „Unsere wunderbaren Jahre“ wird gefördert von der Film- und Medienstiftung NRW. Die Dreharbeiten für die historische Event-Serie finden von März bis Ende Juni 2022 an verschiedenen Drehorten in Nordrhein-Westfalen, u.a. Dormagen, Gummersbach, Hülchrath, Köln, Mönchengladbach, Rommerskirchen und Zons statt. Die Ausstrahlung der sechs Folgen à 45 Minuten ist für 2023 zur Primetime im Programm der ARD und in der ARD Mediathek geplant.

Social Media: „Unsere wunderbaren Jahre“ auf Facebook unter „www.facebook.com/uwjfilm“ und auf Instagram unter www.instagram.com/uwj_film

Fotos unter ard-foto.de

Pressekontakt:
Dr. Lars Jacob, Presse und Information Erstes Deutsches Fernsehen
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Quelle: ots

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