Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten / am Sonntag, 21. November 2021, um 19:20 Uhr vom WDR im Ersten

München (ots) –

Moderation: Isabel Schayani

Geplante Themen:

Singapur, Israel, Schweden: Kampf gegen Corona

Bekannt für harte Maßnahmen, will Singapur künftig ungeimpfte Corona-Patienten für eine medizinische Behandlung zur Kasse bitten. Israel, immer einen Schritt voraus im Kampf gegen Corona, forciert die Booster-Impfungen und Schweden mit einer anfänglich relativ sorglosen Corona-Politik, kann jetzt auf hohe Impfquoten verweisen. (Autoren: Sandra Ratzow, Susanne Glass, Christian Blenker)

Frankreich: Atomkraft, ja bitte!

„Atomenergie ist grüne Energie“, diese Meinung vertritt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Nach den USA ist Frankreich die Nummer 2 in der Atomkraft. Und Macron will den Ausbau der Atomenergie mit einer neuen Generation von Reaktoren weiter vorantreiben. Dies sei die einzige Möglichkeit, bis 2050 klimaneutral zu werden, zudem will das Land mit der Energieversorgung weitestgehend unabhängig sein. Die Franzosen sind damit weitgehend einverstanden, die Menschen sind mehrheitlich Atom-freundlich eingestellt. (Autorin: Friederike Hofmann/ARD Studio Paris)

Chile – Wasser für alle?!

Die Biologin Cristina Dorador läuft über den staubtrockenen Wüstenboden. Vor einigen Jahren war hier, in der Atacama-Wüste, noch eine Wasserquelle. Doch die ist längst versiegt. Die wenigen Flüsse werden von Minenkonzernen und Agrarbetrieben leer gepumpt. Denn in Chile ist Wasser in Privatbesitz. Seit der Pinochet-Diktatur sind die Rechte am Wasser den großen Konzernen zugesichert. Cristina Dorador, Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung, die aktuell ein neues Grundgesetz ausarbeitet, fordert: „Wasser muss wieder ein öffentliches Gut werden.“ Anderer Meinung ist der deutschstämmige Viehzüchter Harry Jürgensen, er profitiert bislang vom Wasser als Privatbesitz. (Autor: Matthias Ebert/ARD Studio Rio de Janeiro)

Italien: Der vergiftete Fluss

Schon in der Antike wurde der Fluss Sarno besungen. Er entspringt im Apennin und mündet am Fuß des Vesuvs in den Golf von Neapel. Heute gilt er als einer schmutzigsten oder sogar DER schmutzigste Fluss Europas. Chlor, Arsen, Quecksilber, Fäkalien, Pestizide werden seit Jahrzehnten im Sarno entsorgt. Die Anwohner wissen das. Viele werden krank und die meisten sind zu müde, um noch zu rebellieren. Denn die Gegend ist Camorra-Land, die Verwaltungen dort sind schwach und mitunter korrupt. Wir folgen dem Lauf des Sarno von der Quelle bis zur Mündung. Wir sprechen mit Anwohnern, die mit dem schmutzigen Wasser leben müssen und mit denen, die den Kampf für einen sauberen Fluss nicht aufgeben. Wir treffen die Umweltpolizei und fragen: „Wie konnte man den Sarno so zurichten?“ (Autor: Rüdiger Kronthaler/ARD Studio Rom)

Südafrika: Die Zauberschule

Harry-Potter-Fans dürfte die Geschichte von Anele Dyasi bekannt vorkommen: Ein Junge aus schwierigen Verhältnissen besucht eine „zauberhafte“ Schule weit weg von zu Hause. Sein Leben verändert sich für immer – durch Magie. Die Schule von Anele Dyasi heißt allerdings nicht Hogwarts, sondern „College of Magic“ in Kapstadt. Einige der begabtesten Illusionisten und Zauberer des Kontinents werden dort ausgebildet. Anele Dyasi ist einer von ihnen. Mit zehn Jahren hat er am College of Magic angefangen, landete bei internationalen Wettbewerben auf den vordersten Plätzen und unterrichtet heute, mit 23, neue, jüngere Zauberlehrlinge wie den zwölfjährigen Teddie. Der zaubert mit Leichtigkeit eine Rand-Münze hintern Ohr hervor. (Autorin: Joana Jaeschke/ARD Studio Johannesburg)

Der Weltspiegel-Podcast zu diesem Thema:

Streit über Atomkraft in der EU

Moderation: Janina Werner

http://www.daserste.de/weltspiegel

Redaktion: Heribert Roth/Petra Schmitt-Wilting

Pressekontakt:
WDR-Kommunikation,
E-Mail: [email protected]
Original-Content von: ARD Das Erste, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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