Weltspiegel – Auslandskorrespondenten berichten am Sonntag, 27. März 2022, 19:15 Uhr vom NDR im Ersten

München (ots) –

Moderation: Andreas Cichowicz

Geplante Themen:

Ukraine: Mariupol – Symbol für Putins brutalen Krieg
Der Kampf um die Hafenstadt Mariupol gehört zu den brutalsten Episoden des russischen Krieges gegen die Ukraine. Polens Präsident vergleicht die Angriffe des russischen Militärs auf die Stadt mit den Nazi-Verbrechen vor 80 Jahren; zivile Ziele werden ebenso beschossen wie militärische Einrichtungen. Es scheint, als wolle Putins Militärmaschine an Mariupol ein Exempel statuieren. Dennoch wehren sich die ukrainischen Einwohner, wollen keine Kapitulation erklären. Der „Weltspiegel“ berichtet über die Lage der Menschen in der belagerten Hafenstadt.
Autor: Stefan Niemann

Ukraine: Der Krieg in der Kornkammer der Welt
Die Ukraine gehört zu den größten Produzenten für Weizen weltweit. Experten schätzen, dass zwischen acht und zehn Prozent des weltweiten Weizen-Exports aus der Ukraine kommt. Vor allem die schweren Schwarzerde-Böden eigenen sich gut für den Anbau von Getreide. Durch den Krieg fällt die Ukraine nun allerdings bei der Versorgung mit Getreide aus, vor allem in den Ländern Nordafrikas werden sogar Hungersnöte durch die ausgefallenen Lieferungen befürchtet. Wie steht es um die Weizen-Bauern in der Ukraine? Der „Weltspiegel“ berichtet aus dem Westen des Landes.
Autor: Norbert Hahn

Norwegen: NATO-Übung an Russlands Grenze
Das NATO-Mitgliedsland Norwegen hat eine fast 200 Kilometer lange Grenze zur russischen Föderation. Selbst im Kalten Krieg pflegten die Menschen in der arktischen Region ein gutnachbarschaftliches Verhältnis. Nach dem Ende der UdSSR blühte der kleine Grenzverkehr auf, die Werft im norwegischen Kirkenes konnte viele Aufträge russischer Reeder übernehmen. Aber schon nach der Krim-Annexion 2014 änderte sich die Atmosphäre im norwegisch-russischen Grenzgebiet. Nach dem Angriff auf die Ukraine bewachen die norwegischen Grenzsoldaten die andere Seite besonders sorgfältig. Und die NATO hat erkannt, dass die arktische Region militärisch geschützt werden muss. „Cold Response“ heißt die Übung, an der 30.000 Soldaten in diesen Wochen teilnehmen. Der Weltspiegel berichtet von einer NATO-Außengrenze, an der die Sorgen nach dem Angriff auf die Ukraine grösser werden.
Autor: Christian Blenker, ARD-Studio Stockholm

USA: Jagd nach Lithium – Segen für Elektro-Autos?
US-Präsident Biden hat ein klares Ziel: die E-Mobilität massiv auszubauen. Dazu braucht die US-Industrie Lithium, um die Batterie-Produktion schnell vorantreiben zu können. Aber die USA beziehen bisher nahezu ihr komplettes Lithium von ausländischen Zulieferern, z.B. aus Chile oder China. Nicht erst seit der russischen Invasion möchte Biden sein Land unabhängiger von diesen Importen machen. Und in den USA sind große Lithium-Vorräte entdeckt worden, zum Beispiel in Nevada und Kalifornien. In Betrieb ist bisher lediglich eine Mine. In der Gegend um den Salton See in Kalifornien hoffen Investoren wie Rod Colwell jetzt auf das große Geschäft. Dort wurde heiße Salzlauge gefunden, reich an Lithium. Damit wird schon jetzt Strom erzeugt. Inzwischen planen Geschäftsleute, zusätzlich Lithium für Batterien aus der Lauge filtern zu können. Die Technik dazu steckt noch in den Anfängen. Viele in der Region hoffen dennoch auf einen Boom – manche nennen das Imperial Valley bereits das „Lithium Valley“.
Autorin: Kerstin Klein, ARD-Studio Washington

Dazu auch der Podcast in der ARD Audiothek

Südkorea: Alltag mit zwölf nordkoreanischen Pflegekindern
Für Taehoon ist es eine Lebensaufgabe, der er sich mit ganzer Energie widmet: Er sorgt für das Wohl von nordkoreanischen Pflegekindern. Seit 15 Jahren nimmt er Jungen auf, die allein oder mit ihren Eltern aus Nordkorea geflohen sind und im Süden eine neue Heimat suchen. Das Leben im kapitalistischen Südkorea überfordert viele, die sich aus dem Norden haben retten können. Und es gibt viele Vorurteile gegen die Geflüchteten. „Nehmt Euch in Acht vor denen, wenn sie in der Gegend sind, das wird immer wieder über Menschen aus Nordkorea gesagt“, erzählt Taehoon. Er will helfen. Inzwischen bietet er zwölf Pflegekindern ein Zuhause, der Staat unterstützt ihn. Denn die jungen Männer sollen möglichst schnell in Südkorea ein neues Leben beginnen können.
Autor: Ulrich Mendgen, ARD-Studio Tokio

http://www.daserste.de/weltspiegel

Redaktion: Dr. Clas Oliver Richter (NDR)

Pressekontakt:
NDR Presse und Information, Tel.: 040/4156-2300, E-Mail: [email protected]
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Quelle: ots

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