„Wer Vielfalt will, muss einbinden“: Zweitägige Europäische Public Value Konferenz von MDR und HHL in Leipzig beendet

Leipzig (ots) –

Das öffentlich-rechtliche System ist diskursfreudig, es gestaltet Zukunft und hat Zukunft: Das hat die zweitägige Europäische Public Value Konferenz – ausgerichtet vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) in Kooperation mit der Handelshochschule Leipzig (HHL) – gezeigt. Die Konferenz, an der rund 130 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz teilgenommen hatten, ging heute, 6. Oktober, in Leipzig zu Ende.

„Die Konferenz hat gezeigt: Es geht nicht mehr um die Frage, warum Gemeinwohl durch Vielfalt erreicht werden soll, sondern um die Frage, wie dies erreicht werden kann. Die Umsetzung ist die Herausforderung“, fassen MDR-Intendantin Karola Wille sowie Timo Meynhardt von der HHL eine von mehreren Konferenzerkenntnissen zusammen.

„Wer Vielfalt will, muss einbinden. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse für unsere Programmarbeit nutzbar zu machen. Wenn sich eine Gesellschaft so verändert und ausdifferenziert, wie wir es gerade erleben, müssen wir es schaffen, zum Zusammenhalt und zum Dialog in der Gesellschaft beizutragen. Denn eine Gesellschaft lebt vom Diskurs. Unsere Aufgabe ist es deshalb mehr denn je, das gesellschaftliche Gespräch über die Fragen unserer Zukunft am Laufen zu halten und uns für eine respektvolle Streitkultur einzusetzen. Das funktioniert am besten im direkten Dialog mit den Menschen, für die wir Programm machen und die uns mit ihren Rundfunkbeiträgen finanzieren“, bilanziert Wille.

Timo Meynhardt ergänzt: „Unsere Kooperation ist ein Beispiel dafür, wie in einer hochdifferenzierten Gesellschaft unterschiedliche Teilsysteme zusammenarbeiten können, wenn sie ein gemeinsames Ziel haben, das über eigene Interessen hinausgeht.“

Stärkung des Wissenschaftsjournalismus

Die Konferenz hat darüber hinaus gezeigt, dass der Dialog mit den Menschen sowie die Kommunikation auf Augenhöhe wichtig sind. Für die Angebote der öffentlich-rechtlichen Medien sind gerade die Themen, die auch von den Menschen selbst kommen, von Bedeutung. Außerdem sollten der Strukturwandel in der Gesellschaft sowie die Bewältigung von Krisen nach innen und außen auch als Chance genutzt werden. Aktuelle Krisen – wie Corona-Pandemie oder Klimawandel – belegen zudem, wie wichtig Wissenschaftsjournalismus ist: „Komplexe, wissenschaftliche Themen verständlich zu erklären, ist bereits ein wichtiger Teil unserer journalistischen Arbeit. Wir werden die dafür notwendigen Fachkompetenzen im MDR weiter stärken“, kündigt MDR-Intendantin Karola Wille an.

Zweite Europäische Public Value Konferenz beim MDR in Leipzig

Wie kann Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien entstehen, und welche Rolle spielen öffentlich-rechtliche Medien dabei? Warum ist dies für die Demokratie so entscheidend? Und wie können Wissenschaft und Journalismus bei der Bewältigung der Krisen unserer Zeit zusammenwirken? Um diese und mehr Fragen ging es am 5. und 6. Oktober bei der vom MDR in Kooperation mit der HHL ausgerichteten Zweiten Europäischen Public Value Konferenz. Die Konferenz – mit über 40 Referentinnen und Referenten und rund 130 Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – stand unter dem Titel „Gemeinwohl durch Vielfalt in den Medien“ und fand beim MDR in Leipzig statt. Hintergründe zur Konferenz gibt es hier (https://www.mdr.de/presse/unternehmen/presseinformation_public_value_konferenz_leipzig_-100.html).

Einzelne Vorträge und Panels wurden aufgezeichnet und stehen zeitnah unter www.mdr.de/gemeinwohl zur Verfügung.

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Katrin Stolle, Tel.: (0341) 3 00 64 53, E-Mail: [email protected], Twitter: @MDRpresse
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Quelle: ots

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