Wie die Welt für alle passt: „plan b: Gleich und gerecht“ im ZDF

Mainz (ots) –

Selbst scheinbar geschlechtsneutrale Bereiche der Gesellschaft sind von der männlichen Perspektive geprägt und machen das Leben für Frauen mühsamer oder gar gefährlich: Frauen bekommen falsche Diagnosen und werden bei Autounfällen schwerer verletzt, weil Crashtests nur männliche Körper abbilden. Auch die Stadtplanung wird den Bedürfnissen moderner Familien nicht gerecht. „plan b“ im ZDF stellt am Samstag, 10. September 2022, 17.35 Uhr, Menschen vor, die das ändern wollen. Der Film von Katarina Schickling „plan b: Gleich und gerecht – Wie die Welt für alle passt“ ist ab Dienstag, 6. September 2022, 10.00 Uhr, zwei Jahre lang in der ZDFmediathek zu finden.

Eva Kail will die Stadtplanung den Bedürfnissen moderner Familien anpassen. Die Raumplanerin gestaltet im neuen Wiener Stadtteil „Seestadt Aspern“ quasi die Blaupause einer Stadt für alle. Mit einer Mischung aus Wohnungen, Arbeitsplätzen und Geschäften, mit Freizeitangeboten und Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Sie dringt darauf, dass Spielplätze auch Mädchen Spaß machen, Grünanlagen dem Sicherheitsbedürfnis von Frauen entsprechen und Co-Working-Spaces Eltern die Berufstätigkeit erleichtern. Dabei ist ihr wichtig, dass es beim Konzept des Genderdesigns nicht um Frauenförderung geht: Ihre Arbeit soll das Leben für alle verbessern.

Die Schwedin Astrid Linder hat den ersten weiblichen Crashtest-Dummy entwickelt. Auch wenn der Einsatz weiblicher Dummys in der EU noch immer nicht verpflichtend ist, arbeitet die Forscherin mit ihrer Kollegin Lotta Jakobsson – Leiterin der Abteilung Unfallvermeidung bei Volvo – an Crashtests, die Autos für Frauenkörper sicherer machen. Denn bis heute erleiden Frauen schwerere Verletzungen der Halswirbelsäule, weil sich gerade der Fahrersitz des Autos vor allem für Männer eignet.

Die Italienerin Petronela Sandulache hat ihre Mutter verloren, weil deren Beschwerden beim Arzt nicht als Herzinfarkt erkannt wurden. Ihr Züricher Start-up CorDiFio arbeitet an einer App, die Frauen sowie Ärztinnen und Ärzten die richtigen Informationen an die Hand gibt, um das künftig zu verhindern.

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Quelle: ots

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