Wie geht es jetzt weiter? Zwölf Erzählungen aktueller Kunst aus Spanien im Frankfurter Kunstverein

Frankfurt am Main (ots) –

Der Frankfurter Kunstverein öffnet vom 14. Oktober 2022 bis zum 29. Januar 2023 seine Türen für das Ehrengastland Spanien im Rahmen des Kulturprogramms zur Frankfurter Buchmesse 2022. Die von Rosa Ferré und Ana Ara kuratierte Ausstellung „Wie geht es jetzt weiter?“ präsentiert zeitgenössische Kunst aus Spanien. In zwölf Geschichten – Filme, Zeichnungen und Installationen – hinterfragen die Künstler:innen die Grenzen kultureller und sozialer Konstruktionen in einer von Krisen und Unsicherheit geprägten Gegenwart.

In diesem dritten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts finden so grundlegende Veränderungen und mit solcher Geschwindigkeit statt, dass wir diese kaum verarbeiten können. Eine Kartierung der Gegenwart muss sich zwangsläufig mit der ökologischen und ressourcenbezogenen Krise auseinandersetzen, die vor dem Hintergrund aller anderen Krisen, einschließlich des Krieges, eine zentrale Rolle spielt und die das Handeln der globalen Gesellschaften in entscheidender Weise bestimmt. Die Politik erweist sich als unfähig, mit einer Realität umzugehen, die zu komplex und vernetzt ist und von finanziellen Automatismen beherrscht wird. Nach einer globalen Pandemie, inmitten eines Europas mit schwindender Bedeutung, ist der historische Moment von der Erkenntnis und den damit zusammenhängenden Unsicherheiten geprägt, dass die Welt, so wie wir sie kannten, nicht mehr existiert. Wo sind die technologische Utopie und die emanzipatorischen Möglichkeiten des Internets geblieben? Warum sind wir noch so weit davon entfernt, uns die Zukunft vorstellen zu können und geeignete Ansätze zu finden, um uns zu verorten? Die aktuelle Krise ist nicht nur eine Umweltkrise, sondern auch eine Krise der Weltbilder, der Beziehungen, eine Krise der Sprache, des Bewusstseins, eine Krise der Erzählung.

Kunst bietet das Potenzial unsere Gegenwart wiederzu(er)finden. Die Ausstellung wird eine Reise durch das Werk unterschiedlicher Künstler:innen zeichnen. In ihren Erzählstrukturen hallen tradierte Geschichte und Mythen nach. Sie haben Spuren in ihrer visuellen Sprache hinterlassen. Sie erzählen Geschichten, welche die kulturellen und sozialen Konstruktionen, Ideologien vielleicht, in Frage stellen.

Franziska Nori, die Direktorin des Frankfurter Kunstvereins: „Die zwölf spanischen Künstler:innen thematisieren die Frage, wie es in Zukunft weitergehen kann. Die Werke verdeutlichen, dass es nicht um nationale Fragen, sondern um eine übergreifende Herangehensweise geht, in der sich Europa als progressiver kultureller Raum definieren muss.“

„Wie geht es jetzt weiter?“ wurde ermöglicht durch die Unterstützung von Acción Cultural Española (AC/E) im Rahmen des Ehrengastauftrittes Spaniens auf der Frankfurter Buchmesse 2022.

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Quelle: ots

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