ZDF-Doku über die deutsch-chinesischen Beziehungen im Laufe der Geschichte

Mainz (ots) –

China ist der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Doch Pekings Nähe zu Moskau verstört seit Putins Überfall auf die Ukraine mehr denn je. Welche Folgen drohen für die Beziehungen? Die „ZDFzeit“-Dokumentation „Wir Deutschen und China“ am Dienstag, 31. Mai 2022, 20.15 Uhr, blickt in die Geschichte und ordnet die aktuellen Entwicklungen ein. Der Film von Annette von der Heyde und Stefan Brauburger zeigt, dass die Kooperation vor allem dann „erfolgreich“ war, wenn die Wirtschaftsbeziehungen sich entfalteten und nicht ideelle und politische Gegensätze das Handeln bestimmten. Doch kann dies der Maßstab für die Gegenwart und Zukunft im Umgang mit einer zunehmend totalitären Großmacht sein? In der ZDFmediathek ist die Dokumentation ab Samstag, 28. Mai 2022, 10.00 Uhr, verfügbar.

Ausgehend von der Kolonialzeit und der Phase unter Kaiser Wilhelm II. nehmen die Autoren entscheidende historische Stationen besonders ins Visier. Zwischen den beiden Weltkriegen gab es deutsche Militärberater sowohl für Mao als auch für die konkurrierenden sogenannten Nationalchinesen. Im Kalten Krieg verfolgten die beiden deutschen Staaten gegenüber der kommunistischen Volksrepublik China unterschiedliche Strategien. Wirtschaft stand im Westen im Vordergrund. Der von Deng Xiaoping seit den 1980er-Jahren eingeschlagene staatskapitalistische Weg begründete eine neue Ära. Nach der blutigen Niederschlagung der Proteste auf dem Platz des Himmlischen Friedens stellte sich Ost-Berlin hinter Peking. Auf westdeutscher Seite wich die Kritik an den Menschenrechtsverletzungen bald wieder den wirtschaftlichen Ambitionen und die Handelsbeziehungen wuchsen seit der Wiedervereinigung stetig.

In den vergangenen zehn Jahren weitete China seinen Einfluss durch die Initiative der „Neuen Seidenstraße“ und gezielte Aufkäufe und Einkäufe in westliche Unternehmen immer weiter aus. Aus dem „Entwicklungsland“ wurde nicht nur ein ökonomischer, sondern auch ein systemischer Rivale. Auch auf anderen Feldern wachsen die Konflikte: ob wegen der Verfolgung der uigurischen Minderheit, der Unterdrückung von Hongkongs Demokratiebewegung oder des aggressiven Auftretens Pekings im südchinesischen Meer, auch gegenüber Taiwan.

Aus wirtschaftlichen Gründen habe Deutschland die Werte und die Sicherheit des Westens aus dem Blick verloren, sagen Kritiker. Berlin hält dem entgegen, dass man durch wirtschaftliche Verflechtung mit China auch zur internationalen Zusammenarbeit und Sicherheit beitragen wolle. Nun stellen sich Fragen der Kooperation und Abhängigkeit vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der viel beschworenen Freundschaft zwischen Moskau und Peking neu.

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Quelle: ots

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