ZDFzoom-Doku über russische Kriegspropaganda und ihre Macher: „Russlands deutsche Propaganda-Krieger“

Mainz (ots) –

Der Krieg in der Ukraine wird nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten geführt. Die ZDFzoom-Dokumentation „Russlands deutsche Propaganda-Krieger“ am Mittwoch, 9. November 2022, 22.45 Uhr, zeigt wie Propagandisten versuchen auch in Deutschland, die öffentliche Meinung zu manipulieren. In der ZDFmediathek ist der Film von Rainer Fromm ab Mittwoch, 9. November 2022, 18.00 Uhr, zwei Jahre lang verfügbar.

Die Russen würden die Ukraine von Nazis befreien, so beispielsweise eine Botschaft von Alina Lipp, die über YouTube und andere Kanäle Desinformationen verbreitet. Sie ist nur eine Vertreterin einer großen Gruppe von Propagandisten, die Stimmung pro Russland machen. Über das Internet, auf sozialen Netzwerken, auf Fernsehsendern oder auf Demonstrationen versuchen sie, das politische System in Deutschland zu destabilisieren.

Der russische Politologe Sergej Medvedev sieht in den russischen Propagandamedien „Instrumente zur Desinformation und zur Destabilisierung“. Der Wissenschaftler ergänzt: „Das ist eine politische Waffe“ und dazu „eine ernst zu nehmende Gefahr für die Demokratie in der Europäischen Union.“
Die Verbreitung der Propaganda im Internet sei immens. So zählt der YouTube-Kanal „Golos Germanii“, der von dem russischen Einwanderer Sergej Filbert in Deutschland betrieben wird, rund 250 Millionen Videoabrufe und hat über 500.000 Abonnenten. Der Inhalt fast immer antiwestlich. Im Interview mit ZDFzoom erklärt Filbert, der „Westen hat Russland provoziert“. „Nicht die Donezker und Lugansker Menschen“ hätten mit Krieg und Töten begonnen, „sondern ukrainische Einheiten und die Nazis“, sagt Filbert. Parolen, wie man sie auch aus dem Kreml hört.

ZDFzoom-Autor Rainer Fromm stößt bei seinen Recherchen immer wieder auf ein Geflecht aus antiwestlichen Verschwörungstheorien, Verschwörungsmythen, russischer Kriegspropaganda und einer Diffamierung demokratischer Strukturen. Die Politologin Dr. Susanne Spahn sieht dahinter die Strategie, „die Unzufriedenen anzusprechen und Unmut zu schüren“.

Ein weiterer Baustein der russischen Propaganda sind Sendeanstalten wie RT Deutschland. Deren Sendebetrieb wurde inzwischen durch EU-Sanktionen offiziell verboten. Nach Recherchen von ZDFzoom verbreitet der russische Sender sein Programm jedoch über Internetkanäle weiter. Laut Einschätzung der Politologin Dr. Susanne Spahn habe der Sender sein Programm „sogar intensiviert“.

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Quelle: ots

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