„ZERV“: MDR-Doku, ARD-Mediatheks-Serie und MDR-Podcasts komplettieren Angebot zur neuen Krimiserie

Leipzig (ots) –

Die „ZERV“ war die größte Sonderkommission in der Geschichte der BRD. Rund 700 Beamte ermittelten in den 1990er Jahren Fälle zur Regierungs- und Vereinigungskriminalität der Wendejahre und zu vergangenen SED-Verbrechen. Die neue sechsteilige Krimiserie „ZERV – Zeit der Abrechnung“ mit Nadja Uhl und Fabian Hinrichs in den Hauptrollen ist ab 15. Februar in der ARD Mediathek abrufbar. Darüber hinaus ist eine fünfteilige dokumentarische Serie zu den wahren Fällen und Ermittlungen der ZERV für die ARD Mediathek entstanden. Eine 30-minütige Begleit-Doku für Das Erste, eine Neuproduktion der MDR-Zeitreise und zwei MDR-Podcasts ergänzen den umfangreichen Schwerpunkt im Februar.

Es ist eine unglaubliche Geschichte im Rahmen der Wiedervereinigung Deutschlands, die bisher nur selten eine Rolle spielte: Die Geschichte einer Sondereinheit, die kapitale Verbrechen aus der Zeit der DDR und der Wende ermitteln und aufklären sollte. 1992 beginnt die Zentralstelle für Regierungs- und Vereinigungskriminalität, kurz „ZERV“, ihre Arbeit. Es ist die größte SoKo der Kriminalpolizei in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland – und bis heute ist sie so gut wie unbekannt.

Die Krimiserie

Nadja Uhl ist in der neuen sechsteiligen Krimiserie „ZERV – Zeit der Abrechnung“ als Karo Schubert zu sehen, die sich 1991 im wiedervereinigten Deutschland eine Stelle als Kriminalhauptkommissarin erkämpft hat. In dem Mordfall eines hohen Mitarbeiters des Abrüstungsministeriums, beauftragt mit der Auflösung der Nationalen Volksarmee, begegnet sie dem neu eingesetzten West-Kommissar Peter Simon (Fabian Hinrichs) aus der Sondereinheit „ZERV“. Beide beanspruchen den Mordfall für ihre Abteilung, ermitteln aber notgedrungen zusammen und befinden sich bald in einem Kampf gegen alte Seilschaften, die grenzüberschreitend waren.

In weiteren Rollen sind unter anderem Imogen Kogge, Thorsten Merten, Fritzi Haberlandt, Rainer Bock, Peter Schneider, Max Hubacher, Henriette Hölzel, Leon Ullrich und Vanessa Loibl zu sehen.

„ZERV – Zeit der Abrechnung“ ist eine Gabriela Sperl Produktion für W&B Television in Zusammenarbeit mit Wilma Film im Auftrag der ARD-Gemeinschaftsredaktion Serien im Hauptabendprogramm, der ARD Degeto und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) für die ARD. Die redaktionelle Federführung liegt beim MDR.

Die sechs Folgen sind ab 15. Februar, 20.15 Uhr, in der ARD Mediathek abrufbar – am 22., 23. und 24. Februar laufen sie als Doppelfolgen jeweils um 20.15 Uhr im Ersten.

Die Begleit-Doku im Ersten

„ZERV – Zeit der Abrechnung“ wird von der Dokumentation „ZERV – Die Ermittler“ begleitet, die zeitgleich zum Start der Krimiserie in der ARD Mediathek abrufbar ist und im Ersten am 22. Februar, ab 21.45 Uhr ausgestrahlt wird.

Die Ermittler und Kriminalbeamten der „ZERV“ geben exklusiv Auskunft über ihre Arbeit zwischen zwei Systemen. Für die Dokumentation von Regisseurin Heike Bittner und Co-Autor Tom Kühne stehen exklusiv die originalen Ermittlungsakten der Kriminalbeamten zur Verfügung. Die Dokumente galten lange als „verschwunden“ und werden nun das erste Mal wieder geöffnet. Die Beamten tauchen nach 25 Jahren noch einmal tief in ihre Fälle ein …

„ZERV – Die Dokuserie“

Zu „ZERV – Zeit der Abrechnung“ hat der MDR darüber hinaus eine dokumentarische Serie für die ARD Mediathek zu den wahren Ermittlungen produziert. „ZERV – Die Dokuserie“ gibt in fünf Folgen à 25 Minuten exklusive Einblicke in die Arbeit der „ZERV“. Zwölf ehemalige Ermittlerinnen und Ermittler stehen dabei mit ihren Fällen und Erinnerungen im Mittelpunkt. Sie zeigen die Welt des Waffenhandels auf, berichten über die Verurteilung von Unschuldigen und über Ermittlungen zu Auftragsmorden der Stasi. Sie erzählen davon, wie sie zu den Ausmaßen des Dopings ermittelt haben, berichten von Mauerschützen, dem Betrug im großen Stil bei der Auflösung der LPGen, von Korruptionsfällen im Zuge der Wende und der ewigen Jagd nach den Millionen und dem Gold der SED.

Die Dokuserie wird ab dem 15. Februar 2022 in der ARD Mediathek abrufbar und im MDR-Fernsehen vom 20. bis 24. Februar jeweils ab 19.50 Uhr zu sehen sein.

MDR-Podcast „Die Spur der Täter“

Auch der MDR-Podcast „Die Spur der Täter“ widmet sich ab 15. Februar in zwei Episoden dem Thema: Moderator Mattis Kießig spricht in der ersten Episode mit der „ZERV“-Ermittlerin Martina Starke und der Regisseurin der MDR-Dokuserie Heike Bittner über die Aufklärung des Falls „Lothar Gillwald“. Der westdeutsche Polizist wird 1977 nach der Einreise in die DDR festgenommen. Die Staatssicherheit wirft ihm Spionagetätigkeit vor und will ihn für sich anwerben. Weil er die Zusammenarbeit verweigert, wird er in einem Schauprozess zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt und kommt in die Haftanstalt „Bautzen“. Erst nach acht Jahren kauft ihn die Bundesrepublik frei. Jahre später können die Ermittlungen der „ZERV“ belegen, dass Gillwald zu Unrecht verurteilt wurde.

In der zweiten Episode ist ein exklusives Interview mit dem Opfer Lothar Gillwald zu hören. MDR-Autor David Kopp spricht mit ihm über die damaligen Erlebnisse und sein Leben, das von der einschneidenden Nacht im August 1977 geprägt wurde.

MDR-Unternehmenspodcast

Im MDR-Unternehmenspodcast geht es ebenfalls um den Programmschwerpunkt „ZERV“. Im Gespräch dazu sind die MDR-Redakteurin der ARD-Mediatheks-Serie Anaïs Roth sowie die MDR-Redaktionsleiterin Fernsehfilm Johanna Kraus – zu hören ab 21. Februar.

Die Podcasts sind verfügbar in der ARD Audiothek (https://www.ardaudiothek.de/suche/Spur%20der%20T%C3%A4ter), auf Spotify, iTunes – und überall da, wo es Podcasts gibt.

Weitere MDR-Sendungen

Auch das MDR-Format „Der Osten – Entdecke wo du lebst“ berührt die neue Krimiserie: In der Sendung „Die Leipziger Stasi-Zentrale – DDR Relikt in bester Citylage“ am 15. Februar, um 21.00 Uhr im MDR-Fernehen geht es um die ehemalige Leipziger Stasi-Zentrale, die als Kulisse für das Hauptquartier in der Serie diente. Ausschlaggebend waren die Authentizität und der Ost-Charme der ehemaligen Bezirksverwaltung des Ministeriums für Staatssicherheit.

Das MDR-Geschichts-Magazin „Zeitreise“ schlägt den Bogen nach Westdeutschland und untersucht Auftragsmorde der Stasi in der BRD. Außerdem geht Moderatorin Janett Eger am Sonntag, 20. Februar, um 22.20 Uhr im MDR-Fernsehen der Frage nach, ob beim RAF-Mord am damaligen Arbeitgeberpräsidenten Hanns Martin Schleyer ebenfalls das MfS die Finger im Spiel hatte. Alle Hintergründe zum Thema sowie eine geschichtliche Einordnung gibt es ab 14. Februar auf mdr.de/zerv.

Pressekontakt:
MDR, Presse und Information, Bianca Hopp, Tel.: (0341) 3 00 64 32,
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Quelle: ots

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