Mehr Dialog, mehr Reportagen: So klingt die ARD Reform im Radio / Gemeinsame Programmstrecken bei Kultur- und Infowellen abends und in der Nacht

Stuttgart (ots) –

Im Zuge der jüngsten ARD Reform vertiefen die Info- und Kulturwellen der ARD ihre Zusammenarbeit. Ab dem 20. April senden die Klassikwellen einen gemeinsamen Opernabend. Ab dem 29. April kooperieren die Infowellen mit einem gemeinsamen Abendprogramm. Ziel ist es, durch mehr Arbeitsteilung in der ARD Ressourcen für die Entwicklung und den Ausbau digital nutzbarer Angebote vor allem für jüngere Zielgruppen freizumachen. Die regionale Vielfalt der Programmangebote zu Tageszeiten mit starker Radionutzung bleibt gewährleistet, die neuen gemeinsamen Info- und Kulturangebote im Hörfunk am Abend ergänzen die schon bestehenden Kooperationen der ARD Infonacht und des ARD Nachtkonzerts.

Kai Gniffke, ARD Vorsitzender:

„Information und Kultur gehören zu den herausragenden Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Hier bündeln wir in der ARD unsere Kräfte und vertiefen die Zusammenarbeit. Vorbild ist das Erfolgsmodell der gemeinsamen Hörfunk-Programmangebote wie etwa die ARD Popnacht.“

Anke Mai, Vorsitzende der ARD Audioprogrammkonferenz:

„Radio ist eine der großen Stärken der ARD. Mit den regional ausgerichteten Hörfunkwellen informieren, bilden und unterhalten die ARD Medienhäuser täglich mehr als 34 Millionen Menschen in Deutschland (ma 2024 Audio I). Damit wir unser Publikum auch auf den digitalen Ausspielwegen, insbesondere in der ARD Audiothek, zeitgemäß und vielfältig mit Audioangeboten ansprechen können, arbeiten wir auch im Radio künftig noch intensiver zusammen.“

Gemeinsamer Abend der ARD Infowellen startet ab dem 29.04.2024

Jeden Tag von 20:00 bis 22:00 Uhr werden die Infowellen BR24, hr-iNFO, NDR Info, rbb24 Inforadio und SWR Aktuell ein gemeinsames Infoprogramm senden. Ab Herbst 2024 schließt sich auch MDR Aktuell an. Montags und donnerstags startet das neue Debattenformat „Mitreden! Deutschland diskutiert“. Hörerinnen und Hörer können darin live über die Themen diskutieren, die das Land bewegen, und mit spannenden Experten ins Gespräch kommen. Dienstags und mittwochs hält der „ARD Infoabend“ über die Entwicklungen des Tages auf dem Laufenden und überträgt Spiele der Champions League mit deutscher Beteiligung und des DFB-Pokals. Freitags startet mit „Sportschau live – Der ARD-Sportabend“ ebenfalls ein neues kooperiertes Format, das ausführlich von der Fußball-Bundesliga, der 2. Bundesliga sowie über nationalen und internationalen Spitzensport berichtet – live und hintergründig. Darüber hinaus gibt es weitere Kooperationsstrecken in Randzeiten wie den Infosamstag von BR24 und NDR Info, den teilweise auch rbb24 Inforadio übernimmt, oder das gemeinsame Programm von hr-iNFO und SWR Aktuell am Wochenende und an Feiertagen.

Deutschlandreportage: Gemeinsames Format der Infowellen

Bereits im Februar ist die Reihe „Stadt Land Mensch – Die Deutschlandreportage“ gestartet. In zehnminütigen Reportagen berichten Reporterinnen und Reporter jede Woche nah an den Menschen aus allen Teilen Deutschlands über Geschichten aus den Lebenswelten zwischen A wie Aschaffenburg und Z wie Zwickau. Die Folgen sind hier abrufbar: https://www.ardaudiothek.de/sendung/stadt-land-mensch-die-deutschlandreportage/13167949/

„ARD Oper“: Ab 20.04.2024 gemeinsamer Opernabend der ARD Kulturwellen

Acht Medienhäuser schließen sich mit ihren Klassik- bzw. Kulturprogrammen ab dem 20. April 2024 einmal wöchentlich für „ARD Oper“ zusammen. Beteiligt sind BR-KLASSIK, hr2-kultur, MDR KLASSIK, NDR Kultur, radio3 vom rbb, SR 2 KulturRadio und SWR Kultur. WDR 3 ist ebenfalls dabei, vorbehaltlich der Zustimmung des WDR Rundfunkrats am 18. April.

Jeweils samstags ab 20:03 Uhr bis 23:00 Uhr senden sie ein gemeinsames Opernprogramm. Zum Auftakt wird mit der Oper „Elektra“ von Richard Strauss eine von Publikum wie Kritikern gefeierte Produktion von den diesjährigen Osterfestspielen in Baden-Baden gesendet.

Der Schwerpunkt von „ARD Oper“ wird auf der Sendung von Mitschnitten aus der reichen Opernlandschaft in Deutschland liegen. Einige der Opernproduktionen werden live übertragen. Auch Livesendungen aus bekannten internationalen Opernhäusern wie der Metropolitan Opera in New York oder der Wiener Staatsoper stehen auf dem Programm.

Das Angebot für ein operninteressiertes Publikum wird komplettiert durch Informationen zu Inszenierungen, Produktions- und Kritikergespräche sowie Themen- und Gesprächsabende. Weitere Kooperationen bei den Kultur- und Klassikwellen sind ab Mitte September geplant, dann soll es zusätzlich zwei gemeinsame Konzertabende der Klassikwellen und noch weitere kooperierte Strecken der pop-orientierten Kulturwellen geben.

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Quelle: ots

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